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Hellblade: Senua’s Sacrifice

Hellblade: Senua's Sacrifice™

Hinweis vom Beagle: Hellblade: Senua’s Sacrifice wurde so Spoilerfrei wie möglich beschnüffelt, allerdings lassen sich einige Hinweise auf das Spiel nicht vermeiden.

Kaum ein paar Tage online und schon muss ich gegen meine eigene Hundeehre verstoßen und ein Gamereview zu Hellblade: Senua’s Sacrifice schreiben, das definitiv alles, aber sicher nicht alt ist. Dafür aber eine ganz besondere Perle. Natürlich kam mit Horizon Zero Dawn dieses Jahr schon einmal eine Perle 2017 raus und auch die werden wir uns irgendwann ansehen, aber jetzt und heute müssen wir uns gemeinsam Hellblade: Senua’s Sacrefice anschauen, denn bei dem Spiel haben mir nicht nur die Ohren geschlackert, ich hab mich das ein oder andere Mal unter die Beine meines Frauchens verkrochen.

Wieso? Aus vielen Gründen und die werde ich euch im Laufe des Reviews erklären, aber es war definitiv ein Grund, Hellblade: Senua’s Sacrifice, das gerade einmal am 8.8.2017 erschienen ist, direkt für euch genauer zu betrachten. Entwickelt und gepuplisht wurde Hellblade: Senua’s Sacrifice von Ninja Theory, die man vor allem durch Devil May Cry und Enslaved: Odyssey to the West kennt, auch letzteres wird irgendwann einmal von mir ein Review spendiert bekommen. Ich werde diese Review auch anders als meine beiden Vorgänger behandeln, denn auch wenn Hellblade: Senua’s Sacrifice eine Perle ist, hat es doch auch gravierende Schwächen. Daher werde ich zuerst all das hervorheben, was das Spiel trotz seiner Schwächen zu einem wahnsinns Horrortrip macht.

Doch worum geht’s in Hellblade: Senua’s Sacrifice?

 

Die Story ist eigentlich simpel, dafür nicht weniger intensiv und spannend. Das gezeichnete Mädchen Senua macht sich auf die Reise ihren Geliebten aus der Unterwelt Helheim zu holen. Wieso? Ein Satz in dem Spiel hat es wirklich treffend formuliert: „Hinter ihr liegt nichts und vor ihr nur Schlimmeres.“ Es sagt uns etwas über Senuas Vergangenheit und gibt uns einen Hinweis auf unsere Reise.

Senua lebt also in der Zeit der Wikiniger und die nordische Mythologie spielt eine große Rolle. Auf ihrer Reise erfährt Senua immer mehr über ihre eigenen Abgründe, aber der Spieler auch umso mehr über die nordische Mythologie. Nicht nur Hel, die Göttin der Unterwelt Helheim, spielt für Senua, und damit für uns, eine zentrale Rolle. Auch kommt z.B. der Feuerriese Surt vor, der in seiner Welt Muspellheim lebt. Ihr seht also, mein Frauchen und ich haben wieder eine lange Reise vor uns gehabt. Alles in allem, klingt es ja nach einer durchaus Videogame typischen Aufgabe: Geh in die Unterwelt und hol deinen gestorbenen Geliebten wieder zurück.

Doch so einfach ist es nicht, denn nicht nur die aus der nodischen Mythologie bekannten Götter machen uns einen Strich durch die Rechnung, sondern auch Senuas Psyche selbst. Senua leidet unter Psychosen, die ihr die Reise umso schwerer machen, vor allem dann, wenn nicht ganz deutlich ist, was wahr ist oder sich in Senuas Kopf abspielt.

Hellblade: Senua's Sacrifice
Hellblade: Senua’s Sacrifice™
Hellblade: Senua’s Sacrifice™

 

Die nordische Mythologie

 

Mein Frauchen liebt die Göttermythologie, ob griechisch, römisch oder nordisch, es macht keinen Unterschied. Sie kann mit ihrer besten Freundin stundenlang darüber philosophieren, meist schlaf ich einfach dabei. Aber sie konnte mir einiges dazu sagen, wie nahe die Entwickler sich an die Mythologie gehalten haben oder eben auch nicht.

Nun ja, sie war vorhanden, sie wurde auch erklärt, aber umgesetzt wurde sie etwas seltsam. Es ist auch nicht ganz klar, wieso man Surt und Valraven genutzt hat und sie unter anderem als Gegenspieler von Senua eingebaut hat. Es bleibt auch sonst ein kleines Rätsel, wieso welche Götter und Riesen in Hellblade: Senua’s Sacrifice integriert wurden und welche nur in der erzählten Story vorkommen. Wer wirklich vorkommt und wer nicht, sei an dieser Stelle natürlich nicht weiter verraten, da dürft ihr euch gerne selbst ein Bild drüber machen.

Mir als Hund hat es aber dennoch Spaß gemacht, in der Welt der nordischen Mythologie einzutauchen, auch dann, wenn Frauchen mir gesagt hat, dass es ihr ein Rätsel ist, wieso die Entwickler für bestimmte Abschnitte bestimmte nordische Geschichten ausgesucht haben. Vielleicht geht es gar nicht um das Warum, vielleicht geht es dem Spiel einfach nur darum, dass man etwas erfährt und die nordische Mythologie etwas verstehen lernt. Bei mir hat es definitiv geklappt, ich habe bei jeder Geschichte mit der Schnauze am Bildschirm gehangen und sie eingesaugt.

Surt
Surt
Bossarena: Valraven
Bossarena: Valraven

9 von 10 Stimmen sagen mir ich bin verrückt, die 10te Stimme summt den Main Theme von Uncharted

 

Um es gleich vorweg zu sagen, die Überschrift ist vielleicht etwas humoristisch von mir gewählt und das auch mit voller Absicht, aber das Thema ist es ganz und gar nicht. Ich als Hund hab es erst gar nicht verstanden, habe mein Frauchen fragend angesehen, wieso in in dem Spiel ständig so unfassbar viele Stimmen mit Senua reden und die Stimmen anscheinend von nirgendwo her zu kommen scheinen. Okay, an manchen Stellen hat es mich daran erinnert, wie Menschen mit mir sprechen. Menschen, gerade meine Familie, sprechen viel mit mir, manchmal ohne mich dabei anzusehen oder ohne, dass ich sie ansehe und dann fühlt sich das durchaus ähnlich an.

Der Unterschied ist nur, dass diese Menschen trotz allem real sind. Sie sind für mich da, sie versorgen mich, sie haben mich lieb, auch wenn ich ihre Stimmen wie Autos auf einer Autobahn durchziehen lasse. Senuas Stimmen sind nicht echt. Und sicher vieles, aber nicht freundlich, sie lachen Senua aus, sie sagen ihr sie ist dumm, sagen ihr, dass sie es nicht schaffen kann. Sehr viel leiser sind die Stimmen, die ihr sagen, dass sie es doch schaffen kann, dass sie weitermachen muss, dass sie nur so ihren Frieden finden kann. Jene sind die netten Stimmen, die gegen die Stimmen, die einen runterziehen, kaum eine Chance haben. Frauchen hat auch versucht, mir das Ganze zu erklären.

Sie erklärte mir, dass Senua krank ist, dass sie eine oder auch mehrere Psychosen hat. Sie hört nicht nur Stimmen, sie sieht auch Dinge, die nicht real sind, sowas nennt sich bei Menschen Schizophrenie. Das war für mich eine so schreckliche und bedrückende Vorstellung, dass mir ganz schwer ums Herz geworden ist, die arme Senua. Wie kann man denn so leben? Und genau das zeigt einem das Spiel auf eine Weise, die oft dafür gesorgt hat, dass ich mich wegen der bedrückten Stimmung bei meinem Frauchen versteckt habe. Man hört nicht nur die Stimmen, man sieht nicht nur Dinge, die nicht da sind, viel schlimmer: man sieht Senua ihr Leiden auch jede Sekunde an.

Ihr Blick ist fahrig, nervös und gehetzt. Sie wirkt manchmal panisch, manchmal beruhigter, aber sie scheint nie Ruhe zu haben. Sie schreit ihre Stimmen auch oft genug an, dass sie endlich verschwinden und sie in Ruhe lassen sollen. Man leidet mit Senua mit, zumindest hab ich mit ihr gelitten. Aber Hundeherzen sind ja bekanntlich unendlich groß und leiden bei Menschen schnell mit, denn es ist ja schließlich eigentlich unsere Aufgabe, unseren Menschen glücklich zu machen. Bei Senua ist mir schnell klar geworden, dass ich ihr sicher nicht helfen könnte, nicht mal, wenn ich ein Bestanteil des Spiels wäre.

Senua's Angst
Senua’s Angst
Zu viele Stimmen in Hellblade: Senua's Sacrifice
Zu viele Stimmen

Die Atmosphäre ist besser, als es so manches Horrorspiel hinbekommt

 

Natürlich sind es allen voran die Stimmen, die Senua hört, die Hellblade: Senua’s Sacrifice an vielen Stellen unfassbar unheimlich machten. Aber nicht nur die tragen zu dem Spielerlebnis bei, das oft dafür gesorgt hat, dass ich mich bei Frauchen oder unter dem Tisch versteckt habe. Auch die Musikuntermalung und die sonstigen Geräusche sorgen dafür, dass mir das Fell zu Berge steht. Gerade, wenn die Stimmen immer lauter werden, sie einen anschreien und dann noch die Geräusche der Umgebung dazu kommen, dann schüttelte es mich am ganzen Fell.

Besonders extrem ist dies im Abschnitt der Illusionen aufgefallen. Nicht selten haben Frauchen und ich uns vor eine der Figuren, die dort in der Gegend stehen, erschrocken, bis wir gemerkt haben: oh es ist ja gar nicht real. Und neben den Stimmen kommt immer das Surren, das Murren, die tiefe Stimme, die einen kurz zusammenzucken lässt und natürlich, die Frage, ob mein Frauchen, ich und Senua uns das einbilden oder es real ist.

Auch optisch kann Hellblade: Senua’s Sacrifice auf ganzer Länge überzeugen, sei es mit den Orten, bei denen ich gerne mal Gassi gehen oder eben die Orte, die ich nicht mal mit einer Pfote betreten würde. Es gibt z.B. eine Passage im Spiel, wo man sich komplett in der Dunkelheit bewegt und nur von einer Stimme gelenkt wird. Die Atmosphäre ist zum Zerreißen und danach brauchte mein Frauchen auch wirklich eine Pause.

Es ist der Wahnsinn, hier hat das Spiel einfach von vorne bis hinten alles richtig gemacht. Und weil ich beim Zocken so viel Angst hatte, hat mein Frauchen mich sogar noch beschmusert und mich daran erinnert, dass das nicht real ist. Ein Bonus für mich, auch wenn es für mich nicht weniger real war, immerhin hab ich meinem Frauchen ja dabei zugesehen, wie sie Senua durch diese unheimliche Welt steuert.

Das Ding, dass nie echt war
Das Ding, dass nie echt war
Bedrückende Stimmung in Hellblade: Senua's Sacrifice
Bedrückende Stimmung

Der Kampfflow muss erst kommen, aber wenn er da ist, boomt er

 

Ich weiß nicht so recht, woran es beim meinem Frauchen in den ersten Kämpfen gescheitert ist. Ob sie einfach nicht wollte, ob sie das System nicht verstanden hat oder ob sie sich ganz einfach doch etwas dumm angestellt hat. Aber die ersten paar Kämpfe ist sie durchaus gestorben, zumeist aber durch eigene Fehler und nicht, weil das Spiel etwas falsch gemacht hat. Auch habe ich nur skeptisch eine Augenbraue hochgezogen als mein Frauchen meinte, dass Senua sich wie eine Oma bewegt. Da war mir direkt klar, dass da irgendwas definitiv noch nicht angekommen war.

Doch der Durchbruch kam und dann ging es rund. Mein Frauchen hatte anscheinend ein Klickmoment und danach lief es, die Kämpfe sahen spektakulär aus und die Steuerung und das Setting haben einem unendlich viele Möglichkeiten gegeben, jeden einzelnen Kampf für sich zu gestalten. Sei es, weil man gut im Ausweichen ist, das richtige Timing zum Blocken hat oder es schafft, den Fokusiermoment zu nutzen, in dem Senua nicht nur ordentlich draufhauen kann, sondern noch richtig cool aussehende Moves macht.

Auch hat sich herausgestellt, dass Senua sicher vieles ist, aber keine Bewegungsoma, denn auch hier hat das Spiel einem die Möglichkeit gegeben, Tempo in die Kämpfe zu bringen, indem man einfach die Sprintentaste drückt. Das sieht nicht nur cool aus, sondern Senua springt auch automatisch von Gegner zu Gegner. Auch sind die Stimmen in Senuas Kopf eine wirkliche Hilfe, wenn man ihnen denn auch zuhört. Sie warnen einen, sie muntern einen auf, sie sagen einem, dass man weiterkämpfen soll, nicht aufgeben darf. Sie erinnern dich daran, dass du schon zu oft getroffen wurdest, teilen dir mit, wenn der Gegner fast besiegt ist. Ein Element, das man definitiv nutzen sollte, die Stimmen in deinem Kopf wollen dir in diesem Fall tatsächlich nur helfen und sind sich vor allem mal einig. Neben der Story und der Atmosphäre das beste Element im gesamten Spiel.

Der Weg durch Helheim
Der Weg durch Helheim ist mit viel Kampf verbunden
Kampf gegen Surt
Kampf gegen Surt

Von guten bis schlechten Rätseln, wenn der Frust dann alles zerstört

 

Man merkt den Entwicklern an, dass sie es wirklich versucht haben. Ehrlich, selbst ich als Hund habe verstanden, wieso sie die Rätsel so aufgebaut haben. Sie haben Senuas Psychosen genutzt, um die Rätsel optisch gut darzustellen. Leider, hörte es hier dann auch schon auf. Die Rätsel sind nicht nur repetitiv, sondern haben mein Frauchen das ein oder andere Mal ordentlich an die Grenze ihrer Geduld gebracht, obwohl sie überhaupt nicht schwer waren. Das hab ich durchaus verstanden, nehmen wir als Beispiel ein Runenrätsel, das laufend im Spiel vorkommt. Das Prinzip dahinter ist simpel. Senua schaut sich Runen auf einer verschlossenen Tür an und muss die Runen dann in ihrer Umgebung finden. Ihre Psychose gibt uns sogar noch Tipps, indem sie uns optisch mitteilt, dass besagte Rune in der Nähe sein muss.

Klingt gut, oder? Ist es aber leider nicht, dafür sind die Lösungen für die Runen zu wahllos verteilt und nicht immer wirklich präsent, selbst wenn zig eingebildete Runen um einen rumschwirren und dir sagen: „irgendwo hier ist es“. Nicht selten habe ich ein Nickerchen gemacht, während mein Frauchen dann die Runen gesucht hat und dabei hoffnungslos ihre Geduld verloren hat. Ich weiß nicht, ob das eine vielleicht auch das andere bedingt hat, aber mit sinkender Geduld hat Frauchen vielleicht auch ungenauer geschaut. Allerdings kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass mir mein Spiel „Suchen und Finden“ absolut keinen Spaß macht, wenn ich suche und suche und suche, aber einfach nichts finden kann, weil mein Frauchen das Leckerli entweder zu schwer oder gar zu offensichtlich versteckt hat.

Sowas kann den Gameflow ziemlich zerstören, hat es bei meinem Frauchen stellenweise sogar getan. Es gab aber auch gute Rätsel, Rätsel, die eigentlich echt viel Spaß hätten machen können, wenn sie nicht so luftleer im Raum gehangen hätten. Nicht, dass ich für mein Frauchen zu viele Hinweise gefordert hätte, ich empfinde es ja als furchtbar öde, wenn man die Lösung auf einem Silbertablett präsentiert bekommt, aber so gar keine Hilfe zu bekommen ist auch nicht gerade toll.

Das ist besonders bei den Illusionsrätseln aufgefallen, die vom Prinzip her richtig klasse gemacht waren, aber in der Praxis dazu geführt hat, dass mein Frauchen nicht nur einmal in der Gegend rumstand und sich fragte „Und nu?“ Übertrumpft wird das Ganze nur von einer Passage, in der man hektisch und orientierungslos vor einem Feuer davonlaufen muss und nebenher natürlich auch noch Runen finden muss. Ich will nicht zählen, wie viele Tode mein Frauchen dort gestorben ist und schon gar nicht, dass sie daraufhin wütend das Spiel ausgemacht hat, weil sie einfach keine Lust mehr hatte. Sowas ist ärgerlich, vor allem dann, wenn man als Beagle doch eigentlich wissen möchte, wie es weitergeht, weil die Story so unfassbar spannend ist. Ach ja, und für alle die sagen, dass Senuas Stimmen im Kopf doch eine Hilfe sind, sind sie nicht wirklich. Sie geben Hinweise, aber die sind so wage, dass man oft nur gesagt bekommt: „Oh da hat Senua sich aber verlaufen“, tatsächlich wäre ich ohne diesen Hinweis wohl niemals darauf gekommen, dass mein Frauchen sich gerade verfranzt hat. Mein Frauchen würde hier sagen: „No shit Sherlock“.

Illusionsrätsel in Hellblade: Senua's Sacrifice
Illusionsrätsel
Runenrätsel in Hellblade: Senua's Sacrifice
Runenrätsel

Stirb ruhig, wenn du willst, aber mach‘s zu oft und dein Spielstand ist weg

 

Der nächste große Kritikpunkt in Hellblade: Senua’s Sacrifice. Fehler sind hundisch, wie auch menschlich, vor allem dann, wenn es Passagen gibt, wo man ziellos umherirrt, aber instant mit dem Tod bestraft wird, wenn man nicht schnell genug den richtigen Weg gefunden hat. Da gibt es nun mal ein paar Tode mehr, einmal ist mein Frauchen sogar gestorben, obwohl das Feuer sie nicht mal berührt hat. Was daran so schlimm ist? Das Spiel hat eine spezielle Funktion eingebaut. Ich find sie echt unheimlich, mein Frauchen einfach nur frustend.

Zu Beginn des Spiels wird gezeigt, wie sich die Finsternis in Senuas Hand ausbreitet und diese Finsternis wächst mit jedem Tod. Wie viele Tode es braucht, haben wir noch nicht rausgefunden, aber seit der Feuerpassage ist die Finsternis bei meinem Frauchen schon bis zur Schulter gewandert und der Frust ist bei meinem Frauchen umso größer. Sie ist so weit im Spiel und möchte definitiv nicht noch einmal alles von vorne beginnen, nur weil sie vom Spiel für etwas bestraft wird, was nicht zufälliger sein könnte. Ich würde es ja verstehen, wenn es daran liegen würde, wenn sie in Kämpfen stirbt oder auch mal durch eigene Dummheit, sowas kommt echt vor. Ist meinem Frauchen auch wirklich passiert. Aber sterben, weil das Spiel einen für Orientierungslosigkeit bestraft, setzt voraus, dass man im vorherigen Verlauf des Spiels am besten noch gar nicht gestorben ist. Ich weiß schon jetzt, sollte es dazu kommen, dass das Savegame meines Frauchens gelöscht wird, dann werde ich mir wohl ein Lets Play dazu angucken müssen.

Mein Frauchen hat viel zutun, sie hat nicht einfach mal eben die Zeit, ein komplettes Spiel, das man zu 70% durch und woran man gut 5 Stunden gesessen hatte, noch einmal von vorne zu beginnen. Das kann ich absolut nachvollziehen, mein Frauchen ist den gesamten Tag unterwegs und so gerne ich ihr beim zocken zusehe, ich will ja auch etwas von ihr haben, immerhin ist sie mein Frauchen und damit, zusammen mit meiner Familie, der Mittelpunkt meiner Welt. Und außerdem muss Frauchen ja auch noch regelmäßig mit mir raus, so 5 Minuten Gassi gehen reichen mir definitiv nicht aus.

Daher finde ich es wirklich schade, dass die Entwickler so etwas Radikales in ihr Spiel eingebaut haben, noch dazu mit der Ungewissheit, wie viele Tode man überhaupt zur Verfügung hat. Am Anfang dachten wir noch, dass es eigentlich geht. Die Finsternis ist sehr langsam den Arm hochgewandet. Seit sie vier Mal hintereinander gestorben ist, hat sich die Finsternis dann doch sehr schnell bis zu ihrer Schulter ausgebreitet, wir glauben ja, dass mein Frauchen jetzt nicht mehr allzu viele Versuche hat. Das demotiviert sie total.

Gerüchte zu Folge soll ja auch gar nichts passieren, aber das sind eben nur Gerüchte (ich verlink euch unten einen Artikel, wo der Permadeath als Gerücht beschrieben wird), will man ein Gerücht aber wirklich austesten müssen? Eigentlich ja nicht.

Das Ende ist nahe in Hellblade: Senua's Sacrifice
Das Ende ist nahe
Und noch viel näher
Und noch viel näher

Fazit zu Hellblade: Senua’s Sacrifice

 

Eigentlich würde Hellblade: Senua’s Sacrifice ja alles richtig machen, wenn es zwischendurch nicht doch diese Momente gibt, die einen aus dem Spielfluss reißen. Für die Story und besonders für die bedrückende und zum Teil erdrückende Atmosphäre bekommt das Game durchweg von mir alle Pfoten, die es nur bekommen kann.

Mich schüttelte es jetzt noch, wenn ich an das denke, was ich mit meinem Frauchen dort erlebt habe. Auch der Kampfflow und die spektakulären Moves beim Kämpfen haben jedes erdenkliche Pfötchen verdient.

Und, für alle die sich gefragt haben, welches Lied hin und wieder ertönt, während man mit Senua kämpft, mein Frauchen hat es gegoogelt, es ist auf der OST zu finden und nennt sich: „Battle March von Andy LaPlegua“. Es fühlt sich verdammt gut an, während dieses Songs Gegner platt zu machen.

Pfötchenabzüge gibt’s dann aber leider bei den Rätseln und das aus zweierlei Gründen. Zum einen sind sie theoretisch zu einfach, zum anderen dafür unnötig in die Länge gezogen, weil man dabei unnütz durch die Gegend schnüffelt und zu oft „Suchen und Finden“ spielen muss. Auch die Befürchtung eines Permadeath kann für den einen oder anderen Spieler sicherlich demotivierend sein, vor allem je weiter man im Spiel eigentlich gekommen ist.

Aber diese beiden negativen Punkte können einfach nicht darüber hinwegtäuschen, dass Ninja Theory eine kleine Perle auf den Markt gebracht hat, die sich in allen Punkten das goldene Pfötchengütesiegel verdient hat:

 

Hier wie versprochen der Link, zum Thema Permadeath:

Permadeath in Hellblade: Senua’s Sacrifice: Gerücht oder Wahrheit

Was dran ist oder nicht, mag ich nicht beurteilen. Ein wenig macht es ja den Nervenkitzel aus eben nicht zu wissen, ob es stimmt oder nicht stimmt.
Wenn ihr gerne eine andere Meinung lesen möchtet, dann schaut doch mal bei diesen beiden Reviews vorbei:

Ein Review zu Hellblade: Senua’s Sacrifice von PCGames

oder

Ein Review zu Hellblade: Senua’s Sacrifice von Gamestar

Natürlich kann ich euch zum aktuellen Zeitpunkt noch keine fertiggestellten Let’s Plays zu Hellblade: Senua’s Sacrifice vorschlagen, dennoch kann ich für alle, die selbst keine Zeit haben, das Game zu zocken, nur vorschlagen bei einem dieser beiden Herren vorbeizuschauen:

Der liebe BetaGott greift auch hier wieder zum Controller und geht mit viel Humor und Können an Hellblade: Senua’s Sacrifice ran:

 

 

Wenn ihr schon etwas mehr sehen wollt, dann schaut bei dem lieben KeysJore rein. Als Fansupport haut er gerne mal XXL Folgen raus und macht seine Sache sympathisch mit einer angenehmen Stimme:

 

 

Bis dahin reicht euch die Pfote und hofft euch im nächsten Review zu lesen
Euer Beagle on Games, der Beagle der sprechen kann

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1 thought on “Hellblade: Senua’s Sacrifice

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