Horror, Shooter

Bioshock

Bioshock nach dem Anschlag

Ein Hund im Wasser? Sicher, wieso nicht? Ich kann ganz gut durchs Wasser kraulen.

Ein Hund in einer Stadt unter dem Wasser? Also da war ich ernsthaft skeptisch meinem Frauchen gegenüber.

Damals als Bioshock 2007 von 2K Games entwickelt und gepublisht wurde, kannte ich mein Frauchen noch gar nicht. Ich war noch gar nicht auf der Welt, sie hatte auch mit solchen Spielen gar nichts am Hut. Dann hat sie Uncharted gespielt und kam zu dem Schluss, dass Shooter gar nicht so schlecht sind. Aber Third-Person und First-Person sind ja noch mal etwas ganz unterschiedliches.

Das war meinem Frauchen aber egal, sie hatte mal gehört, dass die Story von Bioshock der Wahnsinn sein soll. Also hat sie sich das Spiel nachträglich geholt, es hatte da schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Aber gänzlich entgegen meiner Skepsis, war das Spiel der reinste Irrsinn und das im positiven Sinne.

Bioshock Titelbild
Bioshock Titelbild

Doch worum geht’s in Bioshock?

 

Unser Protagonist Jack stürzt 1960 mit einem Flugzeug mitten im Atlantik ab. Klingt noch nicht besonders, fand ich auch nicht.

Doch Jack findet einen Leuchtturm, einfach so mitten im Meer. Der Leuchtturm enthält eine Tauchkugel, die Jack mitten in die Unterwasserstadt Rapture bringt. Schon im Leuchtturm preist Andrew Ryan, der Schöpfer von Rapture seine Stadt an: „Keine Götter oder Könige, nur Menschen.“

Klingt nach einem netten Versprechen, doch schnell wird einem klar, dass der Deal eigentlich wirklich mies ist. Kaum ist man mit der Tauchkugel in Rapture angekommen, wird man von etwas angegriffen. Eine Stimme aus dem Lautsprecher, die sich als Atlas vorstellt, erklärt uns was los ist.

Die Menschen in Rapture haben eine Revolte gestartet, wieso? Weil sie auf Drogen sind und noch mehr Drogen haben wollten. Die Droge heißt ADAM und macht den Menschen stärker und besser, allerdings mit ungeahnten Folgen. Die Menschen mutieren zu Monstern, sind sie abhängig vom ADAM, werden sie nur noch Splicer genannt. Und genau diese Splicer haben ganz Rapture übernommen und zerstört.

Jacks Aufgabe dabei? Atlas helfen an Andrew Ryan zu kommen, plus das Versprechen, dass Atlas einem hilft hier wieder rauszukommen. Und so kämpft man sich, mit Atlas im Ohr, seinen Weg durch die Stadt, muss selbst zum ADAM greifen, um stark genug zu werden.

Schnell erkennt man, dass es noch viel mehr als die Splicer gibt, dass die diese selbst nur auf der Suche nach Little Sisters sind, die das wertvolle ADAM besitzen. Die werden jedoch von ihren Big Daddys beschützt. Kaum sieht Jack seine erste Little Sister, bittet Bridgette Tenenbaum uns, nebenher bitte auch die Little Sister zu retten. Jack hat also eine Menge zu tun und das obwohl er doch nur den Flugzeugabsturz überleben wollte.

Bioshock normal
Bioshock normal
Bioshock nach dem Anschlag
Bioshock nach dem Anschlag

Eckige Story verkauft sich manchmal auch ganz gut

 

Die Story hätte wirklich rund sein können. Ist sie aber nicht. Sie ist der Wahnsinn, mir ist der Schlabber in der Schnauze getrocknet, als der Plottwist deutlich geworden ist. Ich bin förmlich durchgedreht, weil es einfach nur ein geiler Moment war, wo man restlos alles verstanden hat. Auch mein Frauchen hat vor lauter Wow, kein Wort rausgebracht. Es ist der Moment, wo man erkennt, wieso man als Jack überhaupt in Rapture gelandet ist.

Trotz allem, sind einige Stellen der Story dann doch etwas eckig geraten. Unser Flugzeug stürzt einfach mitten im Meer ab? Direkt neben dem Leuchtturm, der uns nach Rapture bringt? Jack kommt in der Stadt an und sein einziges Ziel ist es, wieder aus der Stadt zu verschwinden?

Also mir als Hund geht es ja so, dass wenn ich wo nicht hinwill, dann geh ich da gar nicht erst hin. Okay, das stimmt nicht ganz, mein Frauchen zwingt mich hin und wieder zum Tierarzt, da komm ich auch nie drum rum, aber kann man sowas vergleichen? Vielleicht, vielleicht auch nicht.

Und selbst wenn man das Große und Ganze verstanden hat, ergeben sich doch noch einige Lücken, die nicht so ganz geschlossen werden wollen. Momente, wo man sich fragt, wieso ich gerade in diesem Moment hier bin, genau diese eine Aufgabe machen muss, damit ich weiterkomme.

Aber alles in allem funktioniert die Story trotzdem gut. Bioshock schafft es, das man über die Ungereimtheiten hinwegsieht und das aus verschiedenen Gründen. Natürlich vor allem wegen dem Wow-Moment, aber auch wegen des gesamten Settings unter dem Meer. Auch die Atmosphäre träg einen nicht ganz kleinen Teil dazu bei. Deswegen sag ich, dass auch eine eckige Story sich ganz gut verkaufen kann.

 

Keine Götter oder Könige. Nur Menschen
Keine Götter oder Könige. Nur Menschen
Die Stadt unter dem Meer
Die Stadt unter dem Meer

Rapture, die Stadt unter dem Meer

 

Boa war ich als Hund da hin und weg. Ich war ganz aufgeregt, sowas hab ich einfach noch nie gesehen. Der Abstieg, mit der Tauchkugel war der Wahnsinn, der erste Anblick von Rapture hätte nicht faszinierender gestaltet werden können.

Yep, meinte mein Frauchen, dort mal Gassi gehen wäre cool oder? Jau, hab ich mir gedacht, da hat sie Recht. Bis wir in der Stadt selbst waren. Danach wollte ich sicher vieles, aber nicht mehr dort Gassi gehen.

Nicht wegen der Optik, die Stadt ist detailverliebt und wunderschön passend zu den 60ger Jahren gestaltet. Jedem Bereich sieht man seine Funktion an, man sieht der Stadt an, dass sie einmal wunderschön gewesen sein muss. Doch jetzt ist sie es einfach nicht mehr und auch das haben die Entwickler einfach nur klasse dargestellt. Rohre sind gebrochen, die Stadt ist am Untergehen.

Wobei ich mich als Hund ja schon gefragt habe, wie eine Stadt, die schon am Meeresboden angekommen ist noch untergehen kann? Oder ist das einfach nur Hundelogik?
Jedenfalls ist von Andrew Ryans Stadt nicht mehr wirklich viel über geblieben. Sein Traum, dass jeder Mensch leben kann, wie er es möchte (ohne Zensur, ohne Kontrolle, ohne wirtschaftlichen Zwang, ohne steuerliche Abgaben, eben komplett frei) ist zerplatzt, wie eine Seifenblase oder eben eine Meeresblase.

Und Bioshock greift hier eine durchaus berechtigte Frage auf: Was passiert, wenn der Mensch nicht mehr vom Staat beobachtet wird? Wenn der Mensch keine Grenze mehr hat, kein Gesetz mehr befolgen muss? Es keine Klassen mehr gibt? In Rapture hat es nicht geklappt und das aus so vielen Gründen. Die Menschen sind nach Rapture, weil sie einen Traum haben, einen Traum den Andrew Ryan angeblich erfüllen kann.

Doch kein Mensch würde auf die Idee kommen, dass in diesem Traum auch jemand Toiletten putzen oder den Laden generell am Laufen halten muss. Da fängt es schon an. Man braucht Arbeiter, ich als Hund versteh das richtig gut. In meinem Rudel hat jeder eine Aufgabe. Mein Fauchen hat mich lieb und geht mit mir raus, mein anderes Frauchen ist mein Futterspender und mein Herrchen ist der große Boss und ich bin da, um sie alle zu beschützen.

Ich brauch Struktur, damit ich meine Rolle kenne und ich glaube, dass das bei Menschen eigentlich gar nicht anders ist. Andrew Ryan hat also Versucht, ein Rudel ohne Rudelordnung zu erschaffen. Mir als Hund war sofort klar, dass das einfach gar nicht funktionieren kann.

Mein Frauchen hat erst im Laufe des Spiels, durch all das Hintergrundwissen, das man finden kann, herausgefunden, wieso es nicht funktioniert hat, denn der Traum hat am Anfang ja durchaus funktioniert.

Die Stadt unter dem Meer zwei
Die Stadt unter dem Meer zwei
Neujahr 1960 ging sie unter
Neujahr 1960 ging sie unter

Alphatier gegen Alphatier und die Macht der Drogen

 

Andrew Ryans Traum hat solange funktioniert, bis ein neues Alphatier nach Rapture kam und sich etwas Anderes überlegt hat.

Natürlich kam es schleichend und ich verrate euch nicht zu viel, wenn ich sage, dass Rapture an dem Kampf zwischen Andrew Ryan und Frank Fontaine untergegangen ist.

Das erfährt man direkt zu Beginn des Spiels, die große Frage, die dabei offen bleibt ist: Warum bewegen wir uns eigentlich, durch eine in Scherben zerbrochene Stadt? Und was ist mit all den Menschen passiert? Die Menschen in der Stadt sind alle nicht mehr normal, sie sind verrückt, aggressiv und völlig auf Droge. Warum? Während Ryan und Fontaine gekämpft haben, hat sich ein ganz eigener Herrscher in Rapture etabliert.

Das ADAM, eine Droge, die jeden Menschen sofort abhängig macht und bei zu langem Gebrauch zu extremen Deformationen führen kann. Es fing mit einem an und wie jede Droge, hat sie sich viral extrem schnell ausgebreitet, ist zum Trend in Rapture geworden. Entwickelt wurde die Droge von einigen Wissenschaftlern in Rapture, verbreitet durch Fontaine, um den Menschen etwas Neues zu geben.

Die Folgen der Droge sind absolut unvorhersehbar. Die Menschen gehen über Leichen, um an ADAM zu kommen und genau das bekommt man als Spieler zu jeder Zeit zu spüren, wenn einen die Splicer angreifen. Ich fand es so oft unfassbar unheimlich durch die Stadt zu gehen, hab mein Frauchen fragend angesehen, wieso die Splicer so seltsame Sachen sagen.

Sie hat mit der Schulter gezuckt und nur gemeint: „Es sind die Drogen Linus.“ Echt jetzt Frauchen? Ist das wirklich die Antwort drauf, wieso sich ein Splicer bei uns bedankt, dass wir ihn getötet haben oder uns anschreit, dass er uns Läuse schickt? Läuse, ernsthaft, dass ist mindestens so schlimm wie Flöhe, da schüttelt es mir das Fell.

Ja, die Antwort ist so simpel. Jeder Splicer in dem Spiel hat nur ein Ziel, er braucht und will mehr ADAM. Der Kampf von Ryan und Fontaine ist unwichtig geworden, die Menschen haben nun andere Sorgen.

Die Macht der Drogen
Die Macht der Drogen
Kampf im Drogenrausch
Kampf im Drogenrausch

 

Von Little Sister über Big Daddys bis hin zu ADAM

 

Und wo bekommen die Splicer ihr ADAM her?

Also, es gibt Automaten, an denen man die Droge kaufen kann. Wobei das Spiel hier nicht wirklich konsequent ist. Ist ADAM nun die Droge, oder das was man von dem ADAM an den Automaten kaufen kann?

Jack zumindest benutzt das ADAM, um sich verschiedene Plasmide zu kaufen. Diese Plasmide geben ihm verschiedene Fähigkeiten und machen ihn stark genug um gegen die Splicer anzukommen. Es gibt Splicer, die keine wirklichen Fähigkeiten haben und Splicer, die wie wir ebenfalls Fähigkeiten haben.

Auch hier ist das Spiel nicht wirklich konsequent bei der Erklärung. Ich als Hund hab da gar nicht durchgeblickt und es dann der Einfachheit halber für mich so gemünzt, dass ADAM eben die Währung ist, damit Frauchen sich die Plasmide kaufen kann und nicht jeder Splicer genug ADAM hat, um sich gute Plasmide zu kaufen.

Und wo bekommt mein Frauchen ihre Währung her? Ist eigentlich ganz simpel, wenn es nicht tierisch tödlich wäre. Es gibt die Little Sisters, die von den Forschern in Rapture darauf programmiert wurden das ADAM aus toten Splicern zu entziehen und wieder in reines ADAM umzuwandeln.

Sie laufen durch ganz Rapture und saugen mit ihrer Spritze das ADAM aus Leichen raus, damit sie es trinken können. Ich fand diese Mädchen wirklich unheimlich, ihre Augen und ihre Stimme. Also ich persönlich hatte gar nicht so den Wunsch, dieses Mädchen zu beschützen. Frauchen hat das anders gesehen, sie hatte Mitleid mit den Mädchen.

Aber so leicht, kommt man gar nicht an die Little Sisters ran, immerhin wollen ja auch alle Splicer Raptures an sie ran. Dafür haben die Forscher ebenfalls eine Lösung gefunden: Die Big Daddys. Sie sind die Beschützer der Little Sisters und darauf programmiert, die Mädchen zu schützen, koste es was es wolle.

Und die Big Daddys sehen nicht nur cool aus, sie sind sogar teilweise Stärker als der Big Boss am Ende, was einem ganz schön Respekt vor den Big Daddys einflößt. Jede Entscheidung einen Big Daddy auch wirklich anzugreifen, wurde von uns drei Mal überlegt. Die Umgebung wurde vorbereitet, damit wir auch eine Chance gegen den Big Daddy haben. Also ja, die Mädchen sind verdammt gut geschützt.

Übrigens greifen auch Splicer Big Daddys an, manchmal ist es lustig, am Rand zu stehen und zu schauen, wie weit die Splicer kommen, bevor sie sterben. Aber sterben tun sie immer.

Töte den Big Daddy
Töte den Big Daddy
Rette die Little Sister
Rette die Little Sister

 

Die gute Story versteckt auch nicht, dass es ein Shooter ist

 

Bioshock ist und bleibt ein Shooter in der Egoperspektive. Das kann das Spiel auch einfach nicht verstecken, schon gar nicht, wenn mir ganz schlecht wird, weil ich es nicht gewöhnt bin, dass mein Frauchen etwas aus der Egoperspektive spielt.

Auch, dass man seine Füße nicht sehen kann, find ich wirklich befremdlich. Ich sehe die Füße meines Frauchens immer, wenn ich auf dem Boden guck und ich muss ja nun wirklich nicht tief gucken.

Hat Jack überhaupt Füße? Wenn nicht, wie läuft er dann und vor allem, wie würde er seinen Hund kraulen, der zu seinen Füßen liegt? Fragen, die ich das gesamte Spiel über nicht beantwortet bekommen habe.

Auch kann Jack eigentlich nicht besonders viel außer schießen. Ob nun mit Waffen oder mit Plasmiden, im Grunde ist das seine einzige Möglichkeit sich zu wehren, okay Jack hat noch eine Rohrzange, mit der er prügeln kann.

Aber wirklich aktiven Kampf kann man das nicht nennen. Darüber kann das Spiel zu keiner Zeit hinwegtäuschen, egal wie gut die Story drum rum aufgebaut wurde.

Auf dem Weg zur Waffe
Auf dem Weg zur Waffe
Kampf mit dem Big Daddy
Kampf mit dem Big Daddy

Das gute und das böse Ende oder doch neutral?

 

Eine Besonderheit an Bioshock, wobei ich mir gar nicht mehr sicher bin, ob das eine Besonderheit ist (mittlerweile scheint es ja Gang und Gäbe zu sein einem Spiel mehrere Enden zu spendieren), dass je nach Entscheidung, die man im Spiel trifft, man ein anderes Ende bekommt.

Wobei die Möglichkeiten hier eigentlich ziemlich beschränkt sind. Man bekommt im Laufe des Spiels die Wahl, die Little Sisters zu retten oder es eben nicht zu tun und genau davon hängt ab, welches Ende man zu sehen bekommt.

Also selbst ich als Hund fand das etwas zu simpel und es hat wirklich so gewirkt, als hätten die Entwickler unbedingt verschiedene Enden einbauen wollen. Vielleicht hätten zwei Enden ja vollkommen gereicht, wenn man nach einem so simplen System entscheidet, welches Ende man als Spieler zu sehen bekommt. Das ist für mich irgendwie ein Kritikpunkt, denn eigentlich interessiert es am Ende des Spiels gar nicht, welches Ende man bekommt.

In den meisten Fällen entscheiden sich die meisten Spieler vermutlich eh dazu, die Little Sisters zu retten.

Nicht? Schreibt mir doch gerne in die Kommentare, wieso ihr sie nicht gerettet habt. Mein Frauchen jedenfalls konnte es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, die kleinen Mädchen nicht zu retten.

Retten oder nicht?
Retten oder nicht?
Das verrückte Kabinett von Rapture, gibts da noch was zu retten?
Das verrückte Kabinett von Rapture, gibts da noch was zu retten?

 

Fazit zu Bioshock

 

Willkommen in Rapture, hier wirst du die Hölle erleben.

Zu wenig Versprochen? Definitiv nicht, man erlebt die Hölle. Es ist wirklich unheimlich durch die Gänge der Stadt zu gehen, da macht Bioshock einiges richtig. Auch bei der Story macht Bioshock wirklich Laune, trotz Lücken, nimmt sie einen dennoch an die Pfote und führt einen durch das Spiel.

Manchmal hakt es leider am Gameflow, denn gerade die Shooterpassagen sind durchaus langweilig inszeniert, selbst Bosskämpfe fordern nicht wirklich, besonders dann nicht, wenn man gegen Ende eh komplett aufgerüstet ist und sich selbst wie ein Big Daddy fühlt.

Doch gehen wir einmal die einzelnen Punkte durch, damit wir auch ein faires Pfötchengütesiegel vergeben können.

Die Story ist wie gesagt schon durchaus ein kleines Highlight, auch wenn sie ein wenig eckig geraten ist, wo sie eigentlich rund sein sollte.
Die Atmosphäre klappt von Anfang bis Ende. Vom erstaunten Wow, zum unheimlichen weitergehen durch diese zerstörte Stadt über das nächste Wow, ist alles dabei.
Der Gameflow, bei dem hakt es für mich als Hund am meisten. Im Grunde tut man nichts anders als einen Weg gehen und dabei um sich zu schießen und dabei eine Story zu erleben. Sowas funktioniert in Uncharted super, weil man Charaktere vorgestellt bekommt, die voller Leben und Profil sind.

In Bioshock leider nicht. Man lernt Atlas, Tenenbaum und sogar Andrew Ryan kennen. Sie alle haben irgendwo Profil, das nicht klischeehafter ausfallen könnte. Gerade Andrew Ryan als Philanthrop überrascht einen eigentlich nur im Storyplot und das nicht mal wegen seiner Person, sondern, weil er Teil des Storyplots ist. Auch Atlas, der eigentlich Mitleid erwecken will, dem nimmt man seine Rolle einfach nicht ab und man fragt sich nicht nur mehr als einmal, wieso hör ich eigentlich auf diesen Idioten?

Das stört den Gameflow, selbst dann, wenn der Wow Moment kommt. Es war für mich diesmal Schwierig, das goldene oder das silberne Pfötchengütesiegel zu vergeben.

Ich weiß, dass von vielen das Spiel gefeiert wurde, es hat durchschnittlich 96% in der Wertung bekommen. Aber damals, war nun mal damals, und die Wertung resultierten vor allem daraus, dass es schier revolutionär war, dass ein Shooter so viel Story hat und vor allem so unfassbar viel Atmosphäre.

Nun fast 10 Jahre nachdem das Spiel veröffentlicht ist, muss ich das ganze natürlich etwas objektiver sehen. Ich gebe der Story und der Atmosphäre natürlich ebenfalls volle Punktzahl, jedoch kann ich über den Gameflow einfach nicht hinwegsehen. Daher gibt es von mir heute zum ersten Mal das silberne Pfötchengütesiegel:

Pfütchengütesiegel Silber

Das heißt übrigens nicht, dass das Spiel schlechter ist. Ich schreibe generell nur Reviews zu Spielen, die ich euch per Pfote sofort empfehlen kann. Es heißt einfach nur, dass es zwar ein fast perfektes Spiel, aber eben nicht ganz Rund war. Lohnen tut es sich trotzdem.

Ihr wollt andere Bioshock Reviews lesen?
Dann schaut doch einmal bei den beiden vorbei:

Ein Review zu Bioshock von Gamepro

Oder

Ein Review von Bioshock von Gamestar

Ihr habt absolut keine Zeit das Spiel selbst zu zocken oder Shooter sind so gar nicht euer Ding?

Dann schaut doch einmal bei meiner liebsten Katze vorbei und schaut euch ihr Bioshock Let`s Play an:

Und ihr wollt eine alternative? Einfach, weil es eben unterschiedliche Spielweisen gibt? Der gute Keysjore hat die Spiele ebenfalls lets‘ played und das in der remastered Version:

Und für alle, die es selbst zocken wollen gibt es einen Haufen Möglichkeiten noch an die Games zu kommen.

Ihr wollt noch eine Discversion?

BioShock – The Collection – [PlayStation 4] zurzeit zu einem günstigen Preis zu erlangen

Und für die PC-Leute: Bioshock 1+2 (Doppelpack) [Green Pepper] zu einem wirklich guten Preis.

Via Steam, werden sie einem praktisch schon hinterher geschmissen. Ihr könnt also preislich absolut gar nichts falsch machen. Letztes Jahr kam für die PS 4 und die Xbox eine Collection mit allen drei Spielen heraus. Die ist noch einmal etwas aufgeputzt und enthält alle DLCs, die es zu dem Spiel gibt.

Hier sei nur der Hinweis gegeben, dass wir immer noch von einem Shooter reden, eine Maus ist daher sinnvoller als ein Controller.

Frauchen hat mit der PS 3 Version angefangen und hat den Controller irgendwann in die Ecke geworfen, da die Portierung für Konsole nicht wirklich gelungen war. Trotz ihrer PC-Abneigung (die nichts Persönliches ist) hat sie zumindest in den ersten beiden Teilen − Teil 3 hat Frauchen komplett auf der Konsole gespielt − den PC mit Maus und Tastatur bevorzugt.

Frauchen hat die Neuauflage da und möchte sie auch irgendwann noch zocken, dann werde ich vielleicht einen Nachtrag hier lassen, ob die Controllerperformance angepasst wurde. Bis dahin empfehlen sowohl mein Frauchen als auch ich, dass ihr besser die PC-Version spielt.

Euch reicht das Pfötchen und freut sich euch im nächsten Beitrag zu sehen,
euer Beagle on Games, der Beagle der Sprechen kann.

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