Horror, Survival Horror

Alan Wake

Alan Wake

Die liebe CupcakeKatze hat sich von mir und Frauchen ein Review zu Alan Wake in ihrem Beagle Talk gewünscht. Natürlich haben Frauchen und ich uns sofort schlau gemacht, wir hatten bis dahin noch nie von dem Game gehört.

Dabei wären wir doch sofort bei Alan Wake dabei gewesen: Horrorgame, Anspielungen auf Stephen King und Twin Peaks und noch dazu ist der Hauptdarsteller von Alan Wake – nein Leute kein Witz von wegen, es ist Alan Wake – ein Schriftsteller, der genau solche Romane schreibt, wie sie Stephen King und Co. schreiben.

Klingt doch genau nach einem Game für mich und Frauchen, oder? Dachten wir uns auch und schnell fanden wir heraus, wieso das Game absolut unter unserem Radar gefallen war. Alan Wake war zuerst ein XBox Exklusivtitel und wurde erst 2 Jahre nach Erscheinen gnädigerweise für PC veröffentlicht.

Gut, ich weiß das ist hart formuliert, auch Playstation lebt von seinen Exklusivtiteln. Viele davon haben von mir ein Review spendiert bekommen. Frauchen und ich sind halt leidenschaftliche Playstation Zocker, wir bemühen uns zwar auch Games zu finden, die es für PC gibt und bei den allermeisten ist das auch so, aber leider fallen die gesamten Xbox Exklusivtitel für uns leider weg. Immerhin gibt es weit weniger gute Exklusivtitel für die Xbox als für die Playstation, zumindest in dem Bereich, den Frauchen und ich gerne zocken (das mag in andere Generes ganz anders Ausfallen, aber da bewegen Frauchen und ich uns purer Unwissenheit).

Daher hat Frauchen nie darüber nachgedacht sich eine Xbox zu holen und das ist für mich auch okay. Aber gut, genug der Abschweifung, kommen wir zu Alan Wake zurück, Frauchen war schon etwas angesäuert, dass sie eine PC Version bestellen musste, sie mag nur wenige bis eigentlich gar keine Games am PC zocken.

Wurde aber damit belohnt, dass die normale Edition sich mal eine Scheibe von heutigen normalen Editionen abschneiden könnten, doch später mehr dazu.

Entwickelt wurde Alan Wake von Remedy Entertainment für die Xbox und von Nitro Games für den PC geportet. Gepublisht wurde Alan Wake von einem Haufen von Publishern. Für die Xbox natürlich von Microsoft, für den normalen Download von Remedy Entertainment und für den PC von Nordic Games.

Erst erschien es im Mai 2010 exklusiv für Xbox und im März 2012 dann auch für den PC.

Wir starten das Alan Wake.
Wir starten das Alan Wake.
Der Leuchtung ist ein zentrales Element im Spiel.
Der Leuchtung ist ein zentrales Element im Spiel.

Doch worum geht’s in Alan Wake?

 

Um dem Schriftsteller Alan Wake, der seit geraumer Zeit nicht nur eine Schreibblockade, sondern auch schwere Schlafstörungen hat. Seine Ehefrau Alice kommt auf die Idee, dass ihm ein Urlaub in einem kleinen Örtchen namens Bright Falls gut tun kann, sowohl für seine Schreibblockade als auch seine Schlafstörungen.

Der Ort könnte nicht klischeehafter ausfallen und hat seinen ganz eigenen Charme bei all seinen stellenweise seltsam anmutenden Bewohnern, von denen einige absolute Fans von Alan Wake sind.

Zum Leidwesen von Alan Wake, der seit fast 2 Jahren kein einziges Wort mehr zu Papier gebracht hat. Natürlich hält diese Urlaubsidylle nicht lange an, nach einem Streit mit Alice lässt Alan seine Ehefrau für gefühlt 2 Minuten alleine und schwupps ist sie verschwunden. Nun muss Alan alles tun, um seine Ehefrau wiederzufinden, schnell stellt sich raus, dass sie entführt wurde und der einzige Weg sie zu finden?

Weiter an seinem Manuskript für sein neues Buch schreiben, von dem er selbst nicht mal weiß, dass er es geschrieben hat. Und als wäre das alles nicht schon verwirrend genug, wird Alan auf der Suche nach seiner Frau von Wesen der Dunkelheit angegriffen. Alan kann sich das nur auf eine Weise erklären, alles, was er schreibt, wird wahr.

Eine kleine Stadt zum Urlaub machen.
Eine kleine Stadt zum Urlaub machen.
Mit einer wunderschönen Hütte als Ferienhaus.
Mit einer wunderschönen Hütte als Ferienhaus.

Alan Wake, kein Superheld nur ein Schriftsteller

 

Alan ist sicher vieles, aber absolut nicht der standard Superheld, wie man ihn in den meisten Games wiederfinden kann. Er ist ein normaler Schriftsteller und das merkt man ihm auch an.

Na ja, zumindest am Anfang. Alan hat absolut keine Ausdauer – andererseits haben wir in Games wie The Evil Within schon mitbekommen, dass auch Cops nicht zwangsläufig mit Ausdauer ausgestattet sein müssen – und dass er mit einer Waffe umgehen kann, überrascht ihn gerade zu Anfang des Games auch.

Das Schöne an Alan? Also Frauchen und ich sind uns einig, dass er nicht die absolute Tiefe schlechthin hat und hier und da doch etwas profillos wirkt, aber seine verzweifelte Suche nach Alice gleicht es wieder aus. Ehrlich, dieser Mann tut schier alles, um seine Ehefrau zu retten, selbst Sachen, wo Frauchen und ich nur arg mit dem Kopf schütteln können.

Die Polizei steht vor ihm und er rennt in einem atemberaubenden Wettlauf mit der Zeit und einem Kugelhagel vor ihr weg, damit er keine Zeit daran verschwendet, unnötig festgenommen zu werden, sondern seine Frau Alice zu finden? Das muss Liebe sein, denn wir wollen hier mal nicht aufzählen gegen wie viele Gesetze Alan in diesem einen Moment verstößt.

Allgemein schreckt Alan vor relativ wenig Dingen zurück, gerade je weiter man die Story um Alan Wake aufgeschlüsselt bekommt. Oft haben Frauchen und ich uns gefragt, ob der Kerl einfach nur wirklich ganz böse einen an der Waffel hat oder ob all das, was er durchmacht, echt Pech für ihn ist.

An dieser Stelle möchte ich kurz erwähnen, dass Frauchen und ich die deutsche Stimme von Alan Wake wirklich angenehm fanden. Viele sind ja Verfechter der englischen Ausgabe und wir haben auch hier mitbekommen, dass einige die deutsche Lokalisierung nicht sonderlich gut fanden. Können wir nicht bestätigen, wir mochten die deutsche Lokalisierung und gerade Alan hatte eine für uns sehr angenehme Stimme.

Alan Wake der Durchschnittstyp.
Alan Wake der Durchschnittstyp.
Der rennt und rennt und rennt...ohne Ausdauer zu haben.
Der rennt und rennt und rennt…ohne Ausdauer zu haben.

Die Menschen um Alan Wake

 

Nun, die fallen mal mehr und mal weniger seltsam aus. Gerade Alans Manager Barry ist hier und da absolut seltsam und schräg. Er erinnerte uns sehr oft an Zeke aus Infamous, den man ja auch eher in einer gewissen Hassliebe hinnahm.

Aber Barry ist einer der Wenigen in Alan Wake, der Alan tatsächlich glaubt, dass die Dunkelheit echt und nicht nur Alans Fantasie entsprungen ist. Klingt ja auch ein wenig verrückt oder? Die Dunkelheit hat mich angegriffen und sie verschlingt einfach alles und ist nur mit Licht zu bekämpfen, aber dazu komm ich, wenn ich mich den Kämpfen in dem Game zuwende.

Barry ist nicht der Einzige, der in Alan Wake eine Rolle spielt. Es gibt die Dinerkellnerin Rose, die ein riesen Fan von Alan Wake ist, und den seltsame Gurudoktor, den Alice extra für Alan rausgesucht hat, angeblich der Wunderheiler schlechthin, wenn es um künstlerische Blockaden geht.

Und der doch sehr seltsame Polizist Nightingale. Der hasst Alan und damit uns und Frauchen und ich wussten nicht mal wieso. Witzig an ihm ist allerdings, dass er uns nie mit unserem wirklichen Namen anspricht, sondern immer nur mit Autorennamen anderer berühmter Autoren, die sich im Bereich Thriller die Hand geben. So werden wir von ihm hier und da mal Dan Brown, HP Lovecraft oder auch King genannt. Da musste Frauchen schon echt schmunzeln. Passt es doch zum ganzen Setting der Schriftstellerei.

Und natürlich gibt es noch den Radiosprecher, er ist nur hin und wieder im Game wirklich zu sehen, aber doch stets präsent, wenn wir ein Radio finden und uns seine Latenight Sendung anhören, die uns ein wenig Erholung von der andauernden Dunkelheit gibt.

Sonst kann man leider nur wenig über die Charaktere in Alan Wake sagen, denn meist sind sie schneller tot als man piep sagen kann und werden zur personifizierten Dunkelheit, die Alan bekämpfen muss. Also liebe Bright Falls Bewohner, haltet euch lieber von Frauchen und Alan Wake fern, die Überlebensquote ist nicht so gigantisch hoch, als dass sich ein Kennenlernen lohnen würde.

ACDC für Arme? Nope, die alten Gods of Asgard.
ACDC für Arme? Nope, die alten Gods of Asgard.
Unser Manager und bester Freund ist immer ehrlich.
Unser Manager und bester Freund ist immer ehrlich.

Was ich schreibe, das wird wahr!

 

Immer wieder findet Alan auf der Suche nach seiner Frau Manuskriptseiten, erst hält er es für einen Scherz, angeblich hat er selbst sie geschrieben. Doch je länger das Game geht, umso mehr begreift Alan, dass diese Seiten nicht nur von ihm geschrieben wurden, sondern sie allesamt auch wahr werden. Schockierend und cool zugleich.

Frauchen hatte zu jeder Zeit die Wahl, ob sie sich die Manuskriptseite anschauen möchte und sich damit quasi spoilert oder ob sie es sein lässt. Wir fanden das ernstenhaft cool. Und die Thematik, dass Dinge, die ein Autor schreibt, wahr werden, ist gerade bei Stephen King nicht gerade eine unbekannte Thematik. Und das richtig Schöne?

Wir wissen nie so wirklich, ob sich Alan das alles nur einbildet und die Seiten doch nicht wirklich wahr werden oder ob es wirklich alles wahr wird. Jedes Mal, wenn wir geglaubt haben, er erlebt den Shit wirklich, kommt doch wieder eine Szene, die uns weismachen möchte, dass Alan einfach nur total einen an der Klatsche hat.

Frauchen und ich fanden die Idee echt nicht schlecht und wie sich herausstellte, hat es sogar einen Sinn die Manuskriptseiten zu sammeln, sie dienen nicht nur als Goodie, damit man zufällig weiß, was als nächstes passiert. Es fügt sich auch schön in die eigentliche Handlung ein.

Wir finden die Seite und schwupps, da passiert es auch schon.
Wir finden die Seite und schwupps, da passiert es auch schon.
Oft schneller als einem lieb ist.
Oft schneller als einem lieb ist.

Kämpfen oder sterben, kämpfen oder sterben…oh wir sind tot!

 

Natürlich wäre ein Horrorspiel kein Horrorspiel, wenn Alan Wake keinen Gegner hätte, der ihn daran hindern möchte, seine Frau zu finden. In diesem Fall ist es die Dunkelheit und die Metapher ist auf mehreren Ebenen wirklich gut gelungen. Allgemein ist die Thematik mit der Angst vor der Dunkelheit nichts neues.

Die Dunkelheit ist der Ort, wo der Mensch nie einschätzen kann, ob dort etwas lauert. Die Dunkelheit ist der natürliche Feind des Menschen und jeder Instinkt sagt einem, dass man in der Dunkelheit Licht braucht. Ich als Hund kann da nicht mitreden, ich kann auch im Dunkeln sehen, tja meine lieben Menschen, denkt mal drüber nach!

In Alan Wake bekommt die Dunkelheit noch mal eine neue Form, nämlich als das personifizierte Böse. Zu Anfang wissen wir nicht, was die Dunkelheit überhaupt ist. Eine Macht, eine Person, ein Geist? Das erfahren wir erst im Laufe des Games. Was allerdings sofort deutlich wird, die Dunkelheit kann Menschen besetzen und Alan ein Haufen an Gegnern auf den Hals hetzen.

Besonderer Twist bei den Kämpfen, die Gegner sind solange unverwundbar, bis Alan sie lange genug mit seiner Taschenlampe angeleuchtet hat und sie verwundbar werden, erst dann kann Alan sie erschießen.

Klingt nach einer innovativen Idee für ein Kampfsystem, oder? Ist es leider absolut gar nicht. Frauchen hat es mit Tastatur angefangen zu zocken, damit kam sie gar nicht klar, schon die ersten Gegner haben sie dank der umständlichen Tastaturbelegung und der “erst anleuchten und dann töten”- Methodik in den Wahnsinn getrieben.

Dazu kommt noch, dass Alan per Tastatur unfassbar langsam beim Ausweichen reagiert, es ist fast so als wollte er gar nicht ausweichen und hätte einen absoluten suizidalen Hang. Und die Gegner können fröhlich auf einen zurennen, selbst dann wenn man sie gerade mit der Taschenlampe beleuchtet, das verlangsamt sie gerade einmal ein wenig.

Wir leuchten sie an, damit sie verwundbar werden.
Wir leuchten sie an, damit sie verwundbar werden.
Und dann wird geschossen.
Und dann wird geschossen.

 

 

 

 

 

 

Gut, also hat Frauchen sich was anders überlegt und es tatsächlich geschafft ihren PS 4 Controller für das Game kompatibel zu machen. Da ging alles schon gleich viel lockerer von der Hand, auch das Kämpfen an und für sich.

Zumindest bei 2-4 Gegnern ist das Prinzip von anleuchten bis sie verwundbar sind und dann töten gut machbar, auch das per Knopfdruck Ausweichen ging viel schneller und lockerer von der Hand. Alan reagiert praktisch sofort und Frauchen konnte über lange Strecken fast sowas wie echten Skill beweisen. Nervig wird das Kampfsystem aber dann, wenn man Gegnerhorden ausgesetzt wird.

Es tut mir leid Remedy Games, aber es ist so unfassbar nervtötend, wenn man 6 oder 7 Gegner gleichzeitig hat, sie im Laufe des Games immer mehr Licht brauchen, bis sie wirklich verwundbar sind, dann natürlich auch noch viel mehr Kugeln bis zum endgültigen Tod schlucken, aber die Gegner einen fröhlich und in bester Laune abschlachten können, weil Alan muss ja nicht erst angeleuchtet werden, um verwundbar zu sein.

Noch frustrierender wird es, weil Alan keine wirkliche Heilung besitzt, er kann sich nur im Licht heilen und Spoileralarm, gerade dann, wenn man es wirklich dringend braucht, steht man in der puren Dunkelheit rum. HA, Ha Remedy Games, Frauchen ist nur minimal bis maximal aggressiv geworden, gerade gegen Ende des Games, wo natürlich nicht nur normale Menschen unser Feind waren, sondern auch Krähen und allgemein einfach jeder Gegenstand der exorzismusmäßig fliegen kann. Leider haben die Kämpfe an vielen Stellen die wunderbar schöne Story total zerstört.

Theoretisch klappt das Kampfsystem gut...
Theoretisch klappt das Kampfsystem gut…
Oft endet es dann doch so.
Oft endet es dann doch so.

Und die Story ist doch das, was Alan Wake ausmacht!

 

Frauchen und ich haben die Story wirklich geliebt. All diese Bezüge zu bekannten Autoren, aber vor allem zu Stephen King. Es war so schön, an jeder Ecke konnte man hier und dort eine Hommage an einen Thrillerautor finden. Diese Story könnte wirklich einfach so aus einem Thriller/ Horrorbuch entnommen und zu einem wahren Alptraum gemacht worden sein.

Und dann der Wink mit dem Zaunpfahl, dass Alan Wake selbst ein berühmter Thriller-Autor ist. Natürlich darf Twin Peaks nicht vergessen werden, wirklich überall muss man schmunzeln. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, wurde bei Alan Wake nicht nur Manuskriptseiten eingebaut, die uns sagen was passiert, sondern das gesamte Game wurde wie eine Fernsehserie aufgebaut.

Jede Episode endete mit einem Vorgeschmack auf die nächste und jede Episode begann mit einem “Was bisher geschah”, Frauchen und ich fanden das richtig gut, es fühlte sich wirklich an wie eine wahrgewordene Geschichte. Auch wie sich die Story entwickelt und auflöst, ist durchweg spannend gemacht.

Vom anfänglichen “Wir verstehen absolut gar nichts” bis hin zum “Boa krass, so ist das also” wurde die gesamte Story wirklich sehr sehr flüssig erzählt, und wurde, zumindest für uns, zu keiner Zeit langweilig. Klar natürlich gibt es hier und da einige wirklich harte Horrorklischees, aber ganz ehrlich?

Wenn ich schon so unfassbar viele Bezüge zu Büchern aller Stephen King mache, dann erwarte ich die auch einfach und Frauchen ging es da nicht anders. Wir haben die Story rund um die Dunkelheit und Alans Kampf gegen sie von Minute eins an genossen und gegen Ende konnten wir es gar nicht abwarten zu erfahren, wie es ausgeht. Wir haben sogar mitgefiebert, obwohl wir selbst Alan gesteuert haben – pardon Frauchen hat ihn gesteuert – ihr seht, auch ich war voll dabei.

Alan endet immer gleich, irgendwo im nirgendwo.
Alan endet immer gleich, irgendwo im nirgendwo.
Und die Menschen um Alan enden auch immer gleich...leider...
Und die Menschen um Alan enden auch immer gleich…leider…

Von Poets of the Fallen zu Old Gods of Asgard

 

Wisst ihr was Frauchen und ich noch richtig klasse fanden? Die eigens für das Spiel geschrieben Musik. Angefangen von der Musik zwischen den Episoden, die von Poets of the Fallen für das Game gemacht wurde, bis hin zu der erfundenen Band bestehend aus mittlerweile zwei alten Opis, die sich einst Old Gods of Asgard nannten.

Selbst diese imaginäre Band hat für das Game zwei Lieder spendiert bekommen, die beide von Poets of the Fallen geschrieben und produziert wurden. Witzig wird es, wenn wir im Spiel ein Song von Poets of the Fallen hören und der Sprecher kurz erwähnt, dass ihn die Band immer an Old Gods of Asgard erinnert.

Die Band hat jedenfalls genau unseren Geschmack getroffen und wir haben auch jeden Abspann einer jeden Episode geguckt, damit wir dieses sagenhaft schöne Lied “War” von Poets of the Fallen hören konnten.

Hut ab an dieser Stelle, nicht jeder würde extra für ein Game einen eigenen Titelsong geben, dazu noch eine eigene Band kreieren und der sogar noch zwei Songs spendieren.

Das Gesicht wurde mit guter Musik untermalt.
Das Gesicht wurde mit guter Musik untermalt.
Und die Dunkelheit ist immer greifbar.
Und die Dunkelheit ist immer greifbar.

Von der normalen Version, die auch eine Collectors Edition hätte sein können

 

Joa, eigentlich wollte Frauchen nur das Game haben. Auf Steam gibt es das leider nicht mehr und wir haben auch erst hinterher herausgefunden, dass das Spiel gar nicht mehr verkauft wird. Da die Lizenz der Musik ausgelaufen ist, wurde Alan Wake von Remedy Games aus dem Verkauf genommen.

Wir finden das ziemlich schade, denn eigentlich lohnt sich Alan Wake für jeden, der gerne in diesem Genre unterwegs ist und es sind ja gerade die Songs von Poet of the Fallen, die uns wirklich gut gefallen haben.

Aber an das Game kommt man trotzdem noch recht einfach. Gerade bei Amazon wird man für kleines Geld damit zugeschwemmt und weil Frauchen keine Lust hatte richtig zu lesen, hat sie einfach mal für Round about 7-10 Euro aus Versehen die Collectors Edition bestellt. Ihr seht, wenn sogar die Collectors Edition so günstig ist, dann kommt ihr an die normale Version sogar noch viel günstiger.

Warum ich das hier erwähne? Leider ist dem Lieferanten ein Fehler passiert und Frauchen hat “nur” die normale Edition zugeschickt bekommen, ist das aufgefallen? Nein, denn es fühlte sich wie die Collectors Edition an. Deswegen ist Frauchen der Fehler erst aufgefallen als sie merkte, dass sie noch eine extra DVD und ein extra Booklet hätte haben sollen.

Zugegeben der Aufwand das ganze für 2 Euro Unterschied zu tauschen, war ihr dann doch zu groß, immerhin wurde das Spiel aus England verschickt. Und eigentlich kann sich jeder Spielemacher von heute mal eine Scheibe davon abschneiden, wie schön eine normale Edition eines Spiels ausfallen kann, denn die ist rund um ein Augenschmaus.

Es fängt schon mit dem schönen Pappschuber an und geht weiter über eine Box, die man aufklappen kann. Auch inhaltlich sind einige wirklich schöne Sachen dabei. Von einem Poster über Postkarten aus Bright Falls – einige davon sogar signiert von Alan Wake – bis hin zu einem richtigen Booklet mit Erklärung zu der Steuerung, den einzelnen Charakteren, die Gegner, die Waffen und der Stadt. Das ist ein Booklet, das man heutzutage in wirklich keinem Game mehr bekommt und wir fanden es schön darin rumblättern zu können.

Ja, sogar ich hab meinem Frauchen dabei über die Schulter geschaut als sie durchgeblättert hat. Ergänzt wird das Ganze durch den Soundtrack, worüber wir uns natürlich enorm gefreut haben, immerhin hab ich ja gerade noch so sehr von dem Song von Poets of the Fallen geschwärmt. Ehrlich liebe Entwickler, seit wann sind wir dazu übergegangen Extras nur noch auf Papier per Code zu drucken und solch wunderschön aufbereitete Standardversionen zu vergessen?

Es hat uns wirklich daran erinnert, dass sich kaum ein Spieleentwickler heute mehr die Mühe macht, eine schöne Standardedition zu machen.

– Mein liebes Frauchen ist im Renovierungsstress und weiß gerade nicht, wo ihre Alan Wake Edition ist. Hat sie sie gefunden, werden die Bilder ganz schnell nachgereicht 😉 –

 

Fazit zu Alan Wake

 

Das Game hätte rundum perfekt sein können, wenn da nicht dieses unfassbar nervige Kampfsystem gewesen wäre. Das hat an vielen Stellen den Frustfaktor ins Unendliche gehoben und dafür muss ich auch Punkte abziehen. Aber die gesamte Story, das Feeling und die Atmosphäre sind so dermaßen gelungen, dass Frauchen sogar etwas schmollend war, dass sie das Game nicht für die PS 4 bekommen hat und sie auf PC ausweichen musste.

Besonders ärgerlich ist das deswegen, da Alane Wake leider irgendwie nicht richtig ausbalanciert ist, denn obwohl das Spiel schon einige Jahre auf dem Buckel hat, fordert es ordentlich viel Leistung des Laptops. So viel, dass Frauchen sich irgendwann unwohl gefühlt hat, weil ihr Laptop so heiß wurde.

Zum Vergleich, bei Sims 4 + allen Add-Ons fängt Frauchens Laptop nicht mal an zu schwitzen. Das ist schon durchaus ein Minuspunkt, denn Frauchen wurde davon beim Zocken gestört. Wir haben uns auch von der lieben Cupcakekatze bestätigen lassen, dass auch ein normaler Tower PC bei dem Spiel durchaus in die Knie gehen kann. Ich würde mal meinen, dass da die Portierung, wie schon bei der Steuerung, nicht so gut geklappt hat.

Dies vielleicht als Hinweis für jeden der Alan Wake gerne selbst zocken möchte, stellt euch darauf ein, dass das Spiel gut was an Leistung fordert, obwohl es doch mittlerweile schon älter ist.

Aber nun denn, da ich kein Technikhund bin, ziehe ich persönlich dafür keine Punkte ab, heißt alles in allem, dass das Spiel nur für sein Kampfsystem ordentlich Federn lassen musste. Daher ergibt sich für mich das silberne Pfötchengütesiegel:

Pfütchengütesiegel Silber

Ein Spiel, das man definitiv gezockt haben sollte, wenn einen das wirklich frustrierende Kampfsystem nicht abschreckt.

Ihr seit auf den Geschmack gekommen?
Kein Problem, auch wenn es auf Steam nicht mehr zu bekommen ist, könnt ihr für wenig Geld auf Amazon und anderen Plattformen fündig werden.

Ihr habt keine Lust es selbst zu zocken, weil ihr doch befürchtet das Kampfsystem ist nichts für euch? Dann schaut bei der lieben CupecakeKatze rein, sie hat sich an das Kampfsystem gewagt und trotz einigem Frust die Story für euch komplett durchgezockt:

Ich freue mich über Kommentare von Leuten, die es ebenfalls gezockt haben. Bis dahin reicht euch die Pfote und liest euch im nächsten Review

Euer Beagle on Games, der Beagle der sprechen kann.

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