Action-Adventure, Open-World

God of War

God of War

Nun Frauchen und ich hatten bis 2018 nicht viel mit God of War am Hut. So genau weiß Frauchen gar nicht, wieso es sie damals nicht gereizt hat. Und wenn ich nun daran denke, dass ich euch Bayonetta – das Review das nach God of War kommen wird – als einer der wenigen Hack-and-Slay-Games präsentiert habe, die aller Devil May Cray sind, dann muss ich mich definitiv korrigieren.

God of War 1 bis 3 schlägt noch mal ordentlich in genau diese ausgestorbene Kerbe ein und bietet Hack-and-Slay-Deluxe vom feinsten an und wir werden sie uns auch später noch einmal ansehen.

Und warum sind Frauchen und ich nun 2018 auf God of War aufmerksam geworden? Purer Zufall, Frauchen wollte ein wenig entspannen und hat einmal in ein Let’s Play dazu reingeschaut und keine 10 Minuten später sagte sie nur: „Beagle, ich geh mal eben God of War kaufen.“ Fand ich richtig gut, denn das Game ist schon in den ersten 10 Minuten ein Highlight aller Naughty Dog und setzt sogar grafisch nochmal eins drauf.

Entwickelt wurde God of War 2018, wie schon die ersten drei Teile, von den Santa Monica Studios und wird, ebenso wie die Vorgänger, von Sony gepublished. Da Frauchen und ich ja eine klare Playstation Präferenz haben, ist es einer von vielen Exklusivtiteln für die PS 4 auf meiner Seite. Erschienen ist es im April 2018.

Kratos der einzig wahre Kriegsgott.
Kratos der einzig wahre Kriegsgott.
Die Aussicht und so...der Hammer!
Die Aussicht und so…der Hammer!

Sorry aber diese Aussicht, die muss gezeigt werden!
Sorry aber diese Aussicht, die muss gezeigt werden!
Man bekommt einfach nicht genug!
Man bekommt einfach nicht genug!

Doch worum geht’s in God of War?

 

Noch immer um Kratos, der aber nun abseits von Griechenland ein neues Leben angefangen und sein altes brutales Leben voll Kummer, Schmerz und Massenmord zurückgelassen hat. Sein neues Leben hat ihn in den Norden verschlagen, wo er auch eine neue Liebe kennenlernen durfte und mit ihr einen Sohn gezeugt hat. Eine schöne Referenz dazu, dass es nie zu spät ist, noch einmal von vorne zu beginnen und die Vergangenheit auf sich beruhen zu lassen.

God of War selbst beginnt an einem Punkt, wo der mittlerweile gealterte Kratos seine Frau – Feye – zu Grabe tragen muss und nun zusammen mit seinem Sohn den letzten Wunsch von Feye erfüllen möchte. Eigentlich sehr simpel: Den höchsten Berg besuchen und gemeinsam ihre Asche verstreuen.

Spätestens als ein fremder Mann an Kratos Tür klopft, der weiß, was Kratos ist und ihn auch mal eben mit einem gefühlten Fingerschnipsen 10 Meter weit schleudern kann, wird allerdings klar, dass die Aufgabe alles außer simpel wird.

Danach beginnt die Reise von Vater und Sohn durch ganz Midgard. Hier und dort -mit Hilfe des Bifröst – mit Ausflügen in andere Welten wie Alfheim, Helheim und Muspelheim.

Kratos hackt die Bäume, für die ehrenvolle Bestattung seine Frau
Kratos hackt die Bäume, für die ehrenvolle Bestattung seine Frau
Und Atreus nimmt derweil Abschied von seiner geliebten Mutter
Und Atreus nimmt derweil Abschied von seiner geliebten Mutter

 

Kratos und Atreus – Der Vater, der keine Emotion zeigt und der Sohn, der in allem das Gute sieht

 

Eins wird sofort klar, wenn man Vater und Sohn zusammen agieren sieht. Atreus kennt seinen Vater kaum und glaubt nicht daran, dass sein Vater für ihn etwas empfindet. Wie eigentlich im alten Griechenland üblich, hat Kratos den Jungen bei seiner Mutter gelassen und ihr die ersten Jahre der Ausbildung überlassen. Nun, wo sie gestorben ist, muss Kratos sich damit arrangieren, dass sein Sohn dauerhaft bei ihm ist.

Dabei ist er, wie besonders bei den Spartanern üblich, extrem streng, sowohl bei Atreus Training, aber auch bei seinem Urteil darüber, wie Atreus sich schlägt.

Jeder Fehler wird mit einem sachlich emotionslosen „Du bist noch lange nicht bereit.“ Spruch von Kratos kommentiert und versagt sein Sohn, in seinen Augen, noch mehr als sonst, wird er gerügt und wehe Atreus sagt etwas davon, dass es ihm leid tut. Es soll ihm nicht leid tun, er soll es einfach besser machen.

Sieht ganz schön traurig aus, wenn Atreus sein Vater so ansieht oder?
Sieht ganz schön traurig aus, wenn Atreus sein Vater so ansieht oder?
Und doch ist Kratos immer da!
Und doch ist Kratos immer da!

 

 

 

 

 

 

 

Dennoch liebt Kratos seinen Jungen enorm, auch wenn er das nicht sehr offen gegenüber Atreus zeigen kann. Aber der Spieler merkt es und das ist eine dieser unfassbaren Stärken von God of War. Jede Nuance wurde gut ausgewählt, jeder Spruch, jede Handlung, ja gar jede Reaktion mag für Atreus ständig ein Schlag ins Gesicht sein, der Spieler merkt aber genau daran, wie wichtig ihm sein Sohn ist.

Dazu kommt der enorme Beschützerinstinkt, den er für seinen Sohn empfindet.

Wer an Atreus rann will, muss erst an dem Gott des Krieges vorbei und tut jemand seinem Sohn weh, ja dann kommt auch mal die alte von ihm verdrängte Seite der Gewalt und Brutalität zum Vorschein.

Und ein weiteres wunderbar ausgewähltes Detail, das zeigt, dass Kratos seinen Sohn wirklich liebt? Er will seinem Sohn nichts von seiner Vergangenheit erzählen, zu groß ist die Angst, dass sein Sohn ihn danach verstoßen könnte.

Hier zeigt sich auch, dass Kratos in den Jahren nicht nur gealtert ist, sondern auch seine Taten aus den ersten drei God of War Teilen reflektiert hat. Nicht, das er sie ändern würde, aber er möchte sie auch nicht im Detail erörtern.

Die Entwickler haben Kratos Vergangenheit damit wunderbar integriert, ganz ohne, dass man die ersten drei God of War Teile gespielt haben muss. Das es Atreus schadet nicht zu wissen, was er ist, wird Kratos leider viel zu spät klar. Aber ihr kennt den Beagle ja, er spoilert nur bei sehr alten Spielen.

Ebenso wunderbar wurde die Entwicklung zwischen Vater und Sohn im Laufe der vielen Stunden, die man mit God of War verbringen kann, dargestellt. Genauso schön wie bei Joel und Ellie aus The Last of Us wird gezeigt, wie Atreus seinen Vater anfängt zu verstehen und seine Natur durchschaut.

Gleichzeitig wird Kratos, nun, nicht gerade emotionaler und liebevoller, doch es gibt immer mehr Momente, wo die Liebe auch gegenüber Atreus aufblitzt und nicht nur für den Spieler zu erkennen ist. So muss das sein, wenn man wunderbares Storytelling betreibt.

Ehrlich, er weicht ihm kaum von der Seite...
Ehrlich, er weicht ihm kaum von der Seite…
Ich schwöre es und wenn er Atreus durch ganz Midgard tragen muss - Vaterliebe!
Ich schwöre es und wenn er Atreus durch ganz Midgard tragen muss – Vaterliebe!

Ein griechischer Gott im Norden

 

Natürlich haben die Entwickler mit den nordischen Göttern ein Fass aufgemacht, mit dem sie so roundabout mindestens 10 bis 15 Spiele füllen könnten. Die nordischen Legenden und Mythen sind sehr viel verworrener und tiefgehender als die der Griechen.

Zudem sind diese Götter auch um einiges brutaler und na ja, haben nicht selten einen ordentlichen Knacks an ihrer Psyche, wenn man es einmal nett formulieren möchte. Das der fremde Mann zu Beginn des Spiels natürlich ein nordischer Gott ist, wird einem sofort klar, als er Kratos sogar direkt überlegen ist. Nicht das Kratos das aufhält, auch diesen Kampf vorerst zu gewinnen.

Frauchen und ich waren einfach einmal großzügig und haben Kratos ein wenig Puffer gegeben, um zu erklären, wieso er erst einmal warm werden musste, um einen Gott zu klatschen. Leute, er ist alt geworden und scheint auch schon eine ganze Weile keinen echten Gegner mehr gehabt zu haben. Gebt dem alten Mann Zeit seinen inneren Kriegsgott zu finden!

Aber schon dieser nordische Gott ist eine Ansage wie es im Norden so abgeht. Nicht gerade mit einer großen „Herzlich Willkommen im Norden“ Party. Und das macht es für den Verlauf des Spiels wirklich spannend. Welche Götter trifft man? Welche sparen sie sich auf für weitere Teile? Nichts wird verraten, ihr müsst es einfach selbst spielen.

Schön gelöst war die Idee, dem Spieler die Interpretation der nordischen Mythologie, sowohl anhand von dem allwissenden Mirmir näher zu bringen als auch an den Steintafeln, die nur Atreus lesen kann, da seine Mutter ihm die nordischen Runen beigebracht. Im übrigen auch hier ein wunderbares Detail, dass die Entwickler eingebaut hat.

Griechische Schrift? Für Kratos absolut kein Problem, nordische Runen? Nope, nichts für ihn. Er braucht seinen Sohn und es scheint ihm auch egal zu sein, dass sein Sohn ihm das immer übersetzen muss.

Wie in vielen anderen Spielen hat natürlich auch God of War einige Details und Geschichten einer Mythologie sich doch ein wenig so zurecht gebogen, wie sie es für das Spiel brauchten. Es stört nur einfach nicht, da die nordische Mythologie diesen Freiraum auch lässt.

Gerade, wenn es um Ragnarok geht, ist im nordischen nie klar, ob Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft oder ein ewiger Kreislauf gemeint ist. Im Spiel wird oft erwähnt, dass Ragnarok vielleicht schon einmal geschehen ist, vielleicht aber auch nicht. Und schon für diese Detailarbeit, die sich die Entwickler gemacht haben, muss man God of War lieben.

Eine Sache hat Frauchen hin und wieder doch etwas Seufzen lassen, nicht wegen God of War selbst, sondern wegen ihrem doch recht tiefgehenden Wissen über die nordische Mythologie. Sie hat eigentlich jeden Gott, den die Entwickler noch eine Weile verstecken wollten, fast sofort erkannt.

Nur bei dem fremden Mann zu Beginn von God of War musste Frauchen etwas grübeln, da der Hinweis “Ich fühle gar nichts.” auf den ersten Blick absolut gar nicht hilfreich ist und auf den zweiten Blick die Antwort auf alles ist.

Eine weitere Sache war Atreus. Frauchen wusste ab dem Zeitpunkt, wo sie den fremden Mann identifiziert hat wer Atreus wirklich ist. Ab da hat sie befürchtet, dass sie deswegen die Story von God of War nach 2 Stunden Spielzeit durchschaut hat.

Aber vermutlich, haben die Entwickler mit genau so etwas auch gerechnet und noch mal eine richtig schicke Wendung eingebaut, damit man am Ende doch noch überrascht wird. 1 zu 0 für die Entwickler, Frauchen war super glücklich darüber.

Nix mit Hitze, Olymp oder der Unterwelt. Der kalte Norden und Kratos mittendrin.
Nix mit Hitze, Olymp oder der Unterwelt. Der kalte Norden und Kratos mittendrin.
Und direkt taucht da son nordischer Typ auf und weiß wer Kratos ist...
Und direkt taucht da son nordischer Typ auf und weiß wer Kratos ist…

Kein richtiges Hack and Slay, aber irgendwie doch schon

 

Die Vorgänger von God of War waren ja vor allem wegen ihrem Hack and Slay bekannt geworden. Dass die Entwickler hier neue Wege gehen mussten war klar. Schon deswegen, weil Kratos nicht mehr alleine kämpft, sondern seinen Sohn dabei hat. Wir wissen auch schon, dass es einige gibt, die das alte Feeling vermissen.

Verstehen Frauchen und ich natürlich, aber uns persönlich hat das Kampfsystem von vorne bis hinten enorm gefallen und wenn man erst einmal alles durchschaut hat, was man so machen kann, dann ist es episch.

Gerade Atreus kann bei richtiger Nutzung, die wohl größte Unterstützung im Kampf sein. Und God of War möchte auch, dass man Atreus ausgiebig benutzt, sein gesamter Skillbaum ist darauf ausgelegt, seinem Vater so gut er kann zu unterstützen.

Es gibt sogar einige Gegner, wo Atreus unbedingt Vorarbeit leisten muss, damit Kratos überhaupt an sie rankommt.

Nicht nur Daddy kann ordentlich aufgerüstet werden.
Nicht nur Daddy kann ordentlich aufgerüstet werden.
Auch der Kleine kommt nicht zu kurz.
Auch der Kleine kommt nicht zu kurz.

 

 

 

 

 

 

Atreus KI ist damit also absolut gelungen, das letzte Mal, dass wir eine so sinnvolle und nicht störende KI an unserer Seite hatten, war in Bioshock Infinite in Form von Elizabeth. Wobei Frauchen trotzdem lange gebraucht hat, um sich mit Atreus als Charakter anzufreunden.

Zu oft gibt er unsinnige Hinweise, wenn Kratos direkt vor der Lösung steht und schon dabei ist, sie zu machen. Irgendwann war Frauchen so genervt von Atreus Kommentaren, dass sie wirklich so weit ging und ….nein….ich lasse mein Frauchen damit schlecht dastehen, sowas mach ich nicht.

Aber sagen wir es so, die Axt kann Atreus nicht verletzen. Erst im Laufe der Handlung freundete sich Frauchen immer mehr mit dem Jungen an und hinterher mochte sie ihn sogar. Aber gut, das Kampfsystem.

Auch Kratos kann gut austeilen. Seine Chaosklingen sind in Rente und dafür hat er von seiner Frau eine richtig cool gemachte Frostaxt bekommen. Den meisten Spaß hatte Frauchen wohl daran, dass man sie werfen und zurückrufen konnte.

Ihr ganz persönlicher Mjölnir, ich glaub das sie sowas schon immer mal haben wollte. Und selbst hier haben die Entwickler auf Kontinuität geachtet. Möchte Kratos über den Weltenbaum eine Abkürzung nehmen, ruft er seine Axt vorher automatisch zurück, sollte man sie vergessen haben.

Hat man sie vergessen und paddelt mit dem Boot durch die Gegend und ruft sie dann, dann dauert es auch bis sie da ist.

Ich musste so oft an Thor: Ragnarok denken, wo Thor mit Mjölnir Dr. Stranges Haus beim Rufen auseinander genommen hat – wenn ihr nicht wisst, was ich meine, macht nichts, aber wer den Film gesehen hat, der wird es sofort wissen – denn genauso fühlte sich das Warten auf die Axt an, wenn Frauchen sie mal wieder irgendwo vergessen hat.

Aber das ist nicht das Einzige, was Kratos so im petto hat.

Er kann seine Axt auch mit Runenangriffen ausstatten und Frauchen hat für sich wirklich eine ordentliche Kombo aus leichten und schweren Runenangriff gefunden. Damit direkt einen Bosskampf starten hilft enorm, um einen ersten Schadensboost zu betreiben.

Und wenn es richtig knapp wird, kann man noch immer als Notbremse in Kratos Spartarage schalten und sich wie ein Berserker auf seine Gegner stürzen.

Mit jedem Treffer Gewinnt man wieder Lebensenergie dazu. Und manchmal braucht man das wirklich. Vielleicht sind Frauchen und ich verwöhnt, aber wir haben ein paar Tränke wirklich vermisst.

Sie müssen ja nicht unendlich stapelbar sein, es würde schon enorm helfen, wenn man sich vielleicht einen Trank für Energie und Rage kaufen und diesen erst wieder füllen kann, wenn er aufgebraucht ist. Stattdessen kann man Kristalle sammeln.

Grün für Heilung, orange für Rage. Aber gerade die orangenen Steine sind extrem rar gesät, zu Anfang nicht, aber gerade hinterher, wo man es dringender braucht, findet man kaum mehr etwas. Und auch die Balance der grünen Steine ist seltsam gewählt.

Mal findet man so viel, dass man sie auch liegen lassen muss und dann wieder, sucht man verzweifelt jede Ecke im Kampf ab, ob es nicht irgendwo noch einen winzig grünen Stein gibt.

Manchmal haben Frauchen und ich geglaubt, dass die Entwickler schon durchaus gewollt haben, dass man gerade den Ragemodus farmen gehen muss. Der baut sich nämlich mit jedem Kampf und jedem Treffer den Kratos selbst macht langsam auf. Aber das ist Jammern auf echt hohem Niveau.

Töten....
Töten….
und noch mehr töten...
und noch mehr töten…

Von Brok bis Sindri über Mirmir und der Waldhexe

 

Im Laufe des Spiels lernt man zwar nicht viele Wesen/ Personen kennen, dafür aber solche, die einem das gesamte Spiel erhalten bleiben. Ob Freund oder Feind. Es beginnt mit Brok und später Sindri, zwei Zwerge die Meister darin sind Waffen zu schmieden. Im Übrigen noch ein wunderbares Detail.

Während in der griechischen Mythologie der Gott Hephaistos den wirklich guten Shit schmieden konnte, so ist es in der nordischen Mythologie so, dass nur die Zwerge Waffen schmieden können, die einem Gott würdig sind.

Und was Brok und Sindri noch ausmacht? Die Dialoge. Sie sind so wunderbar. Sie wandern den schmalen Grat zwischen lustig und doch ein wenig nervig so gekonnt entlang, als hätten die beiden Zwerge noch nie etwas anders gemacht.

Das gesamte Spiel über geht es bei den beiden Zwergenbrüder nur um eins: Warum sie sich nicht leiden können, sich aber vermissen. Es macht wirklich Spaß, sie jedes Mal aufs Neue zu treffen und sich schon zu fragen, wie sie ständig überall sein können.

Und mit überall meine ich wirklich überall, immer wenn man zufällig vor einem neuen Gebiet steht, steht dort auch ein Laden von Brok oder Sindri.

Aber nicht nur die beiden Zwerge sorgen für Humor. Ganz God of War ist von Humor durchzogen, angefangen von kleinen subtilen Witzen, bis hin zu wirklich absurd lustigen Szenen.

Die meisten Lacher konnte wohl Mirmir für sich pachten. Angefangen von der Tatsache das Mirmir als sprechender Kopf an unserem Gürtel hängt und uns so auf unserer Reise begleitet, bis hin zu seinem schön erzählten Geschichten während der Bootsfahrten und den absolut sarkastischen Kommentaren die Mirmir von sich gibt.

Freut euch auf den Moment als Mirmir rausfindet, wer Kratos wirklich ist, wir haben es ein klein wenig gefeiert.

Auch die Waldhexe, die man trifft, hatte neben ihrer so ernsten Seite auch eine sehr humorvolle Seite, die allerdings sehr viel seltener als bei Mimir durchkommt. Man merkt bei der Waldhexe einfach, dass ihr Charakter für etwas anders konzipiert ist.

Sie schließt Kratos und Atreus – aber allen voran Atreus – sofort ins Herz und gerade ihre Interaktionen mit Atreus sind zuweilen zuckersüß und sehr mütterlich.

Wir mögen die Waldhexe sehr!
Wir mögen die Waldhexe sehr!
Wir brauchen Mirmir um mit der Weltenschlange zu sprechen...absurd...
Wir brauchen Mirmir um mit der Weltenschlange zu sprechen…absurd…

 

Kratos macht Nebenquests, aber nur für Ressourcen, nicht um zu helfen oder so

 

Zum ersten Mal gibt es Nebenquests in einem God of War. Es passt, dieses God of War ist ein relatives Open-World-Game. Relativ, weil die Welt doch reichlich eingeschränkt ist, dennoch genug Vielfalt bietet, um sich den Titel Open World zu verdienen.

Da braucht es auch etwas mehr als nur eine Haupthandlung vor allem, wenn die Entwickler angekündigt haben, dass God of War weit über 20 Stunden gehen soll. Gelogen haben sie nicht, wenn man wie mein Frauchen diesen unfassbaren, nicht zu erklärenden Eichhörnchensammeltrieb hat und ständig von allem abgelenkt wird, was man gerade durch Zufall oder aber auch gewollt neu findet.

Dann kommt man sogar weit über 20 Stunden und mit weit meine ich sicherlich noch mal 20 Stunden mehr.

Die Entwickler sind Kratos aber dennoch recht treu geblieben. Natürlich hat er nicht mehr wie in jungen Jahren diese radikale Brutalität und absolut konsequente Art, Leuten in keinem Fall zu helfen, sondern sie eher zu beseitigen, damit man ihnen eben nicht helfen muss, wie sollte er auch?

Es wäre vollkommen unrealistisch gewesen, wenn ihn seine neue Familie und sein neues Leben unberührt gelassen hätten. Schon wegen seinem Sohn, macht es Sinn, dass er vielleicht nicht gerade weicher, aber weiser geworden ist.

Gewalt und Dresche sind noch immer seine präferierte Lösung, aber anders. Eben nicht mehr von blindem Zorn und Hass gelenkt und das fanden wir als Charakterentwicklung wunderbar gemacht.

Und auch wenn Kratos nun Nebenquests machen kann, die übrigens sehr nett als Gefallen betitelt wurden, so würde Kratos das niemals als von ihm geleistete Hilfe ansehen. Er nennt es lieber Ressourcen sammeln oder Training für seinen Sohn.

Eine gute Lösung für einen Mann, der eigentlich sich lieber nur um seine Probleme kümmern möchte.

Wir reisen mit dem Bifröst!
Wir reisen mit dem Bifröst!
Und werden mit solch einer Aussicht belohnt
Und werden mit solch einer Aussicht belohnt

Wenn Walküren stärker als Götter sind

 

Nun, natürlich sollten die Walküren als extra Herausforderung gelten. Aber bei einigen Walküren haben sie es wirklich übertrieben. Ich habe Frauchen schon lange nicht mehr so sehr im Ragemodus gesehen, sie hatte quasi ihren eigenen Kratos Ragemodus.

Nicht bei allen, bei einigen Walküren konnte sie sogar mal beweisen, dass sie auch echtes Können besitzt.

Aber bei einigen der 8 Walküren, und ich lasse die Königin sogar extra raus, da ist Frauchen hier und da verzweifelt. Gerade die Helheim Walküre war, warum auch immer, ihr persönlicher Alptraum.

Ihre Ehre wurde als Bloodborne Spielerin arg in Mitleidenschaft gezogen und Frauchen hat es irgendwann als: „Jetzt wird’s persönlich“ betitelt. Soweit ich mich erinnern kann, hat sie das, dass letzte Mal bei dem Waisenknaben von Kos in The Old Hunters gesagt und da wurde gekämpft bis nix mehr ging. Diesmal hat Frauchen auch geschworen: „Es wird gekämpft bis einer heult.“

Im literarischen Sinne hat Frauchen zuerst geheult und dann etwas Neues geschworen: „Wenn die Kuh glaubt ich gebe auf, dann haben wir gerade erst angefangen.“

Und ich kann mit ein wenig verhaltenem Stolz sagen, dass ich nun ganz viele neue Schimpfwörter kenne. Aber es war wirklich abstrus und verrückt.

Die Walküren waren stärker als die Götter. Mirmir erklärt es irgendwann mal, aber so recht konnten wir dennoch nicht nachvollziehen, wieso die Walküren so einen enormen Leistungssprung gemacht haben.

Zum Glück sind sie optional, man muss sie nicht machen, aber es gibt sicherlich einige Spieler, die genau das reizen wird. Frauchen hat es gereizt und irgendwann hatte sie alle 8 Walküren besiegt, damit sie gegen die Königin der Walküren antreten konnte.

Also nun…ja…hmm….stellt euch einfach vor, dass ihr alle 8 Walküren gleichzeitig besiegen müsst, nur eben in einer Person gebündelt. Das trifft es denke ich am besten. Mein armes Frauchen, dass hat sie wirklich einiges gekostet.

Aber sie ist erstaunlich ruhig geblieben, nie war der Ragemodus so wirklich da. Kein Vergleich zu der Walküre aus Helheim. Vielleicht auch, weil Mirmir an die 8 bis 10 Mal betont hat, dass die Königin stärker als alle Walküren zusammen ist, da kann man sich seelisch natürlich besser auf einige Tode vorbereiten und hat dann wohl auch mehr Ausdauer und Atem dafür.

Eine Arena, ein Kratos und eine Walküre....und das 9 Mal...
Eine Arena, ein Kratos und eine Walküre….und das 9 Mal…
Frauchens absolute Hassattacke. "Für Walhall" macht echt Kopfschmerzen.
Frauchens absolute Hassattacke. “Für Walhall” macht echt Kopfschmerzen.

Fazit zu God of War

 

Ein Traum. Ich glaub, das lass ich so stehen und gebe das goldene Pfötchengütesiegel ansonsten kommentarlos. Scherz beiseite. Es ist aber wirklich ein Traum. Die Story ist rund, die Grafik detailverliebt und traumhaft, die Gegner interessant gestaltet. Für jeden der Spiele wie Uncharted, The Last of Us und Horizon Zero Dawn liebt, der wird hier richtig hundeglücklich.

Die Entwickler haben einfach alles richtig gemacht und das von vorne bis hinten. Selbst der mürrische Kratos ist uns sofort so sehr ans Herz gewachsen, dass wir ihn niemals missen wollen. Und na ja, Frauchen mag Atreus ja jetzt auch, also ist es okay.

Übrigens fanden Frauchen und ich es witzig, dass Atreus einen griechischen Namen bekommen hat. So ganz leugnet Kratos also nicht woher er kommt.

Aber mehr kann ich dazu einfach nicht sagen. Seit Horizon Zero Dawn wohl das beste Game dieses Genres. Und um das noch zu untermauern, hat mein Frauchen, nachdem sie mit der guten Sigrun der Königin der Walküren Schluss gemacht hat, God of War eine für sich letzte große Ehre erwiesen.

Sie hat hat sich die Platin Trophäe Vater und Sohn geholt. Leute glaubt mir, ich war so unfassbar stolz auf mein Frauchen. Ihr allererster Platinrun und das alles, weil God of War einfach so episch fantastisch war.

Frauchens erster Platinrun, hier der Beweis.
Frauchens erster Platinrun, hier der Beweis.

 

Wir sind unglaublich traurig, dass unser Abenteuer vorbei ist, aber mal sehen wie lange. Wir warten also gespannt auf einen zweiten Teil God of War und weiteren nordischen Göttern, denen wir zeigen können, wie es in Sparta läuft.

Übrigens vermuten wir, dass es schon jetzt, obwohl noch einige spannende Titel wie Detroit become Human oder Shadow of Tomb Raider herauskommen, das Spiel 2018 sein wird.

Dafür hat es die Maßstäbe einfach zu hoch gesetzt, um da noch ordentlich gegen zu halten. Aber Frauchen und ich lassen uns gerne Überraschen, immerhin ist gerade Detroit become Human ebenfalls ein PS 4 Exklusivtitel und von den Machern von Heavy Rain und Beyond Two Souls.

Ein ganz klein bisschen spannend bleibt es also für dieses Jahr doch noch, wenn auch nicht wirklich viel.

Bei einer Sache bin ich mir, genauso wie schon bei Horizon Zero Dawn sicher, God of War ist schon heute eine Perle der Gaminggeschichte von morgen.

Wie schon seine Vorgänger es für die Vergangenheit waren, wird auch dieses God of War in 10 Jahren noch immer eine Perle sein. Nur eben anders als seine Vorgänger. Daher gibt es hier ganz klar und ohne nachzudenken das goldene Pfötchengütesiegel:

goldenes Pfötchengütesiegel

Was sagt ihr? Seit ihr verfechter der alten God of War Teile und wart ein ganz klein wenig enttäuscht, dass Kratos eine komplette Rundumerneuerung bekommen hat? Fandet ihr es vielleicht, wie wir bei einigen mitbekommen haben, auch nicht brutal genug?

Schreibt mir gerne in die Kommentar, wie ihr zu diesem God of War Teil steht oder, ob der Beagle euch sogar davon überzeugen konnte, es euch nachträglich doch noch zu holen und glücklich seid, dass der Beagle, zugeben diesmal nicht überraschend, den richtigen Riecher hatte?

Also hier wie immer mein Hinweis, wo ihr God of War herbekommt. Simpel so frisch wie es zu diesem Zeitpunkt des Reviews ist. In praktisch jedem Elektrohandel, Online-Handel und natürlich im Playstationstore.

Ihr wisst nicht so recht, ob die nordische Mythologie was für euch ist? Oder Kratos ist euch einfach schon zu alt geworden? Ihr könnt natürlich wie immer ein Let’s Play schauen.

Der gute Keysjore hat es schon durchgezockt, ihr könnt also von Anfang bis Ende ohne Pause durchschauen:

 

Aber auch Bruugar ist gerade dabei es zu Let’s Playen:

 

Entscheidet ihr einfach. Bis dahin reicht euch die Pfote und liest euch im nächsten Review,

Euer Beagle on Games, er Beagle der sprechen kann.

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