Action-Adventure, Open-World

Assassins Creed Origins

Assassins Creed Origins

Nun das Game ist ja schon eine Weile raus, deswegen habe ich mich mit Frauchen darauf geeinigt, dass das hier unser erstes Assassins Creed Review werden wird. Keine Sorge, es werden weitere folgen, denn es sind bei Weitem nicht alle so repetitiv und storyschlecht, wie sehr oft nach der Eziogeschichte behauptet wird.

Aber vielleicht ist Frauchens und mein Blick da weniger getrübt, da wir tatsächlich erst mit Assassins Creed Syndicate in die Welt von Assassins Creed eingestiegen sind und uns persönlich hat es gut getan, denn wir haben auch die wirklich schönen Seiten an Assassins Creed Syndicate wahrgenommen, die Sachen, die bei vielen vielleicht deswegen untergingen, weil sie das Gefühl hatten – alles schon mal gesehen.

Aber nun gut, heute geht es um Assassins Creed Origins, Ubisoft versprach schon in der Entwicklung, dass sie alles besser machen wollen, dem Game neuen Pep geben möchten und das hat sich schon darin gezeigt, dass Assassins Creed Origins nicht im üblichen Jahresrhythmus rauskam, sondern sich das Studio ein weiteres Jahr Zeit genommen hat.

Nun es hat funktioniert, sonst würde ich hier drüber gerade keine Gameempfehlung schreiben, denn ihr wisst ja, der Beagle sucht nur nach alten und neuen Perlen der Spielegeschichte und gibt eine Empfehlung nur dann raus, wenn das Game was kann. Entwickelt wurde es von Ubisoft Montreal und gepublisht von Ubisoft selbst, erschien Assassins Creed Origins im Oktober 2017 für PS 4, Xbox One und PC.

Es ist so wunderschön
Es ist so wunderschön
Schöner kann Alexandria gar nicht aussehen
Schöner kann Alexandria gar nicht aussehen

Doch worum geht es in Assassins Creed Origins

 

Um den Medjai Bayek und seine Frau Aya, die in der Zeit vor der römischen Besetzung Ägypten ihre Heimat nennen dürfen. Schon zu Beginn erfährt man das Bayek anscheinend auf einem Vergeltungstrip ist, für wen und warum bleibt erst einmal verborgen.

Erst als Bayek mit einem alten Freund zurück nach Siwa kehrt, seinem Heimatdorf, erfährt man nicht nur davon, dass in Ägypten zurzeit eine Umbruchphase herrscht, sondern Bayek wohl das Schlimmste erleben musste, was ein Vater nur erleben kann. Sein Sohn Kehmut wurde bestialisch ermordet und nun schwört nicht nur Bayek Rache, sondern auch seine Frau Aya.

Auf der Suche nach den Mördern ihres Sohns kommen sie einer großen Verschwörung in Ägypten auf die Schliche. Mit Hilfe von Cleopatra erfahren sie, dass in Ägypten unter vermutlicher Führung ihres Bruders ein sogenannter Orden im Land wütet und das Land immer mehr ins Verderbe stürzt.

Nun hat Bayek nicht nur seine Rache vor Augen, sondern auch die heilige Pflicht als Medjai ganz Ägypten vor dem Orden zu retten und die entmachtet Cleopatra als rechtmäßige Herrscherin auf ihren Thron zu verhelfen. Dass dabei nicht alles ist wie es scheint, braucht der Beagle wohl nicht erwähnen.

Wir töten nur für ihn
Wir töten nur für ihn
Auch, wenn Cleopatra das gerne anders hätte
Auch, wenn Cleopatra das gerne anders hätte

Bayek, die ägyptische Variante des The Punisher

 

Zugegeben so ganz kommt Bayek ja nicht an Jon Bernthals darstellerischer Leistung ran, aber dennoch fühlen wir uns oft weniger wie ein Beschützer Ägyptens als viel mehr wie ein Vater, der Rache für seinen Sohn übt. Das ist erfrischend, denn Bayek wirkt dadurch an vielen Stellen einfach menschlich.

Natürlich rettet er Ägypten und beschützt es vor dem Orden bzw. den Machenschaften der Ptolemäer (dazu komme ich später noch), aber gerade zu Anfang oft eher deswegen, weil er so dem Löwen ein Dorn im Auge ist und weniger, um den Mensch dahinter zu beschützen. Besonders auffällig wird die Tatsache, dass sein Rachebedürfnis weit über dem Bedürfnis von Ägypten stehen dann, wenn Bayek zwar erkennt, dass etwas in Ägypten passieren und sich ändern muss, er aber z.B. vorrangig deswegen mit Cleopatra zusammenarbeitet, weil sie ihm die Leute liefern kann, die er für seinen Sohn töten möchte.

Dass er dabei auch gleich Ägypten rettet, ist ein Bonus und je länger er sich durch Ägypten bewegt und das Elend sieht, umso mehr merkt man durchaus auch eine Veränderung in Bayeks Denken, auch wenn der Gedanke an Rache trotz allem immer an erste Stelle steht. Das merkt man auch oft an den Interaktionen mit Cleopatra, aber auch mit seiner Frau Aya. Während beide Frauen stets vom Großen und Ganzen reden, ist Bayek oft wütend darüber, dass er wie eine Spielfigur hin und her geschickt wird.

Auf jeden Toten folgt ein weiterer Toter und Bayek fragt sich oft zurecht, wie viel er von seiner Seele noch aufgeben muss, damit er endlich denjenigen in die Finger bekommt, der seinen Sohn wirklich getötet hat. Noch etwas, das wir an Bayek wirklich sehr mochten, ist die Tatsache, dass Bayek mit sich und der Tatsache, dass die Waage im Duad nach seinem Tod, sicherlich nach all den Toten, nicht gerade für ihn wiegen wird. Das ist für ihn okay, er ist mit sich im Reinen und hat sich bewusst für diesen Weg entschieden.

Cool und unheimlich zugleich oder?
Cool und unheimlich zugleich oder?
Aya mochten wir auch, obwohl sie manchmal echt seltsam ist
Aya mochten wir auch, obwohl sie manchmal echt seltsam ist

 

 

 

 

 

 

Dass Bayek allerdings nicht nur der gefühllose Killer von Ägypten ist und The Punisher like einfach alles tötet, was mit dem Tod seines Sohns zu tun hat, wird oft an vielen kleinen Situationen bemerkbar. Sein Umgang mit Kindern ist unfassbar süß dargestellt, sein Mitgefühl für Leute, die schlecht behandelt werden, ist nicht gespielt, selbst wenn die Hilfe ein weiterer Pfad auf dem Weg zur Rache ist, doch besonders wenn seine Frau Aya bei ihm ist, wird deutlich wie sehr Bayek liebt und lebt.

Der Tod seines Sohns hat ihn verändert, ihn geprägt und ihn zu dem gemacht, was er geworden ist, aber er lebt nicht im Stillstand. Er liebt seine Frau mit jeder Faser seines Herzens und das bringt das Spiel unfassbar gut rüber, wünscht er sich ein Leben nach der Rache, ein Leben mit der einzigen Liebe seines Lebens und das ist Aya. All das macht Bayek so unglaublich menschlich wie bisher wenige der Assassinen, denn sowohl die Tatsache, dass er seinen Rachewunsch über Ägyptens Wohl stellt und es quasi nur nebenher rettet, als auch seine sanfte Seite sind absolut realistisch und nachvollziehbar.

Deswegen sind Frauchen und ich auch sehr gerne mit Bayek unterwegs, selbst dann, wenn ich mir ein Kichern nicht verkneifen kann, wenn Bayek einmal mehr sagt „Osiris hat in diesen Zeiten wirklich viel zu tun“ und ich mir denke: Ja, vor allem deswegen, weil du seit Beginn des Spiels so roundabout 500 Leute aufwärts getötet hast und das alles im Namen deines toten Sohns.

Wir kämpfen genaus für Griechen, wie für Ägypter
Wir kämpfen genaus für Griechen, wie für Ägypter
Ich gestehe ohne Bug auf Bayeks Weg, wäre es auch öde
Ich gestehe ohne Bug auf Bayeks Weg, wäre es auch öde

 

Ägyptens Geschichte mal anders

 

Ich glaub, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass nicht alles gold und richtig ist, was glänzt und gerade die historische Geschichte von Ägypten wurde schon sehr weit gedehnt, um die Story um Bayek und der Gründung der Assassinen Bruderschaft zu erzählen.

Das ist nichts Neues in den Assassins Creed Spielen und soll daher auch gar nicht groß Thema sein, wer sich wirklich mit der wahren Geschichte Ägyptens zu dieser Zeit beschäftigen möchte, so abseits von der Bruderschaft, dem Orden und allem was sonst noch zurecht gebogen wurde, darf gerne mal in den Artikel meines Frauchens schauen. Sie ist Historikerin und hat sich einmal dran gesetzt euch zu erzählen, wie es wirklich war.

Das heißt übrigens nicht, dass sie genervt davon war, dass Ubisoft mal eben die Geschichte umgeschrieben hat, sie mag es eigentlich, wenn man den Funken Wahrheit so drehen und dehnen kann, dass daraus eine echte Geschichte wird. Das Einzige, was Frauchen wirklich sehr gestört hat, war der Hass gegenüber den Griechen.

Natürlich war das Land gerade im Umbruch, Rom stand vor der Tür und die Ptolemäer waren aus vielen Gründen dabei, ihre Herrschaft zu verlieren, doch so richtiger Hass zwischen Ägypten und Griechen? Sicherlich in wirtschaftlich schwer betroffenen Orten, aber nicht dort, wo Ägypter und Griechen Hand in Hand lebten, doch die Beleidigungen der Ägypter von den Griechen aus und natürlich auch andersrum ziehen sich einfach restlos durch jeden Ort.

Ein Ägypten ohne Griechen
Ein Ägypten ohne Griechen
Das griechische Ägypten
Das griechische Ägypten

 

 

 

 

 

 

Übertrumpft wird das Ganze nur, wenn die Römer dann auch dabei sind, dann ist echt Halli Galli und man kann kaum mehr durch die Straßen laufen, ohne nicht irgendeinen dummen Spruch zu kassieren. Das hat Frauchen schier wahnsinnig gemacht.

Der Rest, den fand sie akzeptabel und schön umgeschrieben für Assassins Creed. Okay, gut. Das Ende, da hat Frauchen zuerst sehr sehr schwer mit den Augen gerollt, aber beim weiteren Erkunden von Ägypten entdeckten wir gewisse Animusmechanismen, die oft zusammen mit antiken Steintafeln verborgen waren, und einer dieser Mechanismen hat uns tatsächlich eine Antwort auf alles gegeben und das Leute, war so unfassbar cool, ich schwör’, wir haben danach das ganze Spiel anders betrachtet.

Was wäre, wenn es einen Animus gibt, der einem die Möglichkeit gibt, die Geschichte nicht nur zu erleben, sondern sie auch zu verändern? Was wenn es mit Bayek anfängt? Zwei Fragen, die für zukünftige Spiele unfassbar viel Potential geben und uns gespannt darauf warten lässt, ob Ubisoft das Ganze nur so just for fun eingebaut hat oder damit wirklich etwas Tiefes bezweckt, denn dann würde es vollkommen gleichgültig werden, ob Ubisoft die Geschichte dehnt und dreht, wenn mit dem Animus die Geschichte geändert werden kann, gibt einem das so unendlich viele Chancen und Möglichkeiten, denn wie das Motto von Assassins Creed und der Assassinen ist: Nichts ist wahr, alles ist erlaubt!

Ein Mogry!! Oh tschuldigung, falsches Spiel....na ja vielleicht auch nicht
Ein Mogry!! Oh tschuldigung, falsches Spiel….na ja vielleicht auch nicht
...nicht, wenn man dem Animus glaubt
…nicht, wenn man dem Animus glaubt

Von guten Questen bis schlechten repetitiven Nebensächlichkeiten

 

Was mir und Frauchen sehr positiv aufgefallen ist, gerade im Vergleich zum Vorgänger, der ja durchaus auch seine wirklich interessanten und spannenden Nebenquesten hatte, sind die Nebenquests. Keine Nebenquest gleicht der anderen, zumindest oft nicht. Natürlich rettet man hier und da einige Personen oder muss sie eskortieren, aber jede Nebenquest bekommt eine schöne Story.

Eine Story, die das Leid von Ägypten darstellen soll, und das nicht nur auf Seiten der Ägypter. Im Gegenteil, es wird auch das Leid der Griechen dargestellt, wie verzweifelt muss ich als Grieche sein, wenn ich mich in Zeiten der Bitterkeit zwischen Ägyptern und Griechen an einen ägyptischen Medjai wende und um Hilfe bitte?

Das war gut gemacht und schön dargestellt, gerade bei den Nebenquesten, die in Verbindung mit Griechen steht, wird oft erwähnt, dass sie doch nur alle ein gemeinsames Volk sind, wenngleich gerade vieles schief geht. Aber nicht jeder Grieche ist der Feind und nicht jeder Ägypter hasst die Griechen.

Ebenso schön fanden wir die Nebenquesten, die sich mit den Göttern befasst haben, es gab viel Backround und gerade in solchen Nebenquesten wird einem sehr deutlich gemacht, dass nicht nur den Ägyptern ihre Götter sehr heilig waren, sondern auch die Griechen eben ihre Götter sehr verehren. Grabschändung, Tempelzerstörung und Diebstahl wertvoller Relikte, die für die Götter waren, ist kein Spaß in dieser Zeit, es ist bitterer Ernst und gerade bei vielen ägyptischen Nebenquesten für deren Götter merkt man Ubisoft an, dass sie sich viele Gedanken gemacht haben, wie sie die Angst der Menschen gegenüber den Götter darstellen möchten.

Die Sternenbilder, eine wunderschöne Quest
Die Sternenbilder, eine wunderschöne Quest
Man kann sie sogar zähmen!!!
Man kann sie sogar zähmen!!!

 

 

 

 

 

 

Frauchen und ich fanden das richtig gut. Was wir weniger schön fanden und das war dann auch der Punkt, wo ich viel und oft geschlafen habe und Frauchen einfach machen lassen habe, die gefühlt Millionen Fragezeichen auf der Map und die damit verbundenen immer wieder gleichen Miniaufgaben wie: Plündere den Ort, finde den Schatz, synchronisiere diesen Aussichtspunkt, schlachte dieses Tiernest aus und was wir nicht noch alles hatten.

Frauchen ist alles abgegangen und Leute, ich meine mit alles wirklich jedes Fragezeichen. Ich habe stundenlang geschlafen, weil ich keinen Bock hatte mir zu geben, wie Frauchen wie Bonanza durch die Wüste von einem Fragezeichen zum anderen reitet, Berge rauf kraxelt oder sonst wohin schwimmt, um sie alle aufzudecken und das Schlimmste an allem?

Ubisoft belohnt es nicht mal. Klar, man hätte vorher in den Trophäenleitfaden schauen können, aber wäre denn eine Trophäe für alle Synchronisationspunkte so viel verlangt gewesen? Daher hat Frauchen hinterher auch gar nicht mehr alle Orte geplündert, alle Tiere getötet oder jeden Schatz geborgen. Man wird für seinen Entdeckungsdrang und den Willen, alles zu finden, einfach nicht belohnt.

Das ist jammern auf hohem Niveau natürlich, aber wenn Ubisoft schon gefühlt Millionen Fragezeichen auf der Map einbaut, dann ist es ja wohl wirklich nicht zu viel verlangt, dafür auch eine Belohnung in Form von Trophäen zu bekommen.

So läuft es oft...reiten, reiten und reiten....
So läuft es oft…reiten, reiten und reiten….
Aber optisch wird es oft belohnt!
Aber optisch wird es oft belohnt!

Wir alle lieben Senu!

 

Die wohl mit Abstand beste Erneuerung, die wir in Assassins Creed Origins hatten. Die gute Senu, der Adler unseres Vertrauens, das getreue Tier von Bayek. Senu ist nicht nur hübsch anzusehen und tötet hier und da auch mal ein Tier für uns, wenn wir gerade dabei sind, die nötigen Felle zum Aufrüsten unserer Ausrüstung zu bekommen, im Gegenteil Senu kann alles.

Sie fliegt über Gebiete und kann mit ihren Adleraugen jeden Gegner erspähen, ja sogar ihr Level ausmachen, verborgene Schätze finden und natürlich erkennenden, welche Sorte Fell wo gerade herumläuft, schläft, arbeitet oder sonst was tut.

Zugegeben, das ist schon ein wenig absurd, dass ein Adler all das kann, aber Frauchen und ich mochten es echt gerne mit Senu durch die Gegend zu fliegen und die Gebiete schon vorher zu erkundschaften. Denn das ist das, was besonders toll war, per Knopfdruck konnten wir Senu selbst fliegen und ich sage wir, denn immer wenn Frauchen geflogen ist, saß ich gebannt vor dem Bildschirm und hab mir vorgestellt, ich mach das auch.

Flügel müsste man haben. Ehrlich, was Senu alles an Fleisch von oben finden konnte, ich muss sowas umständlich suchen gehen. Und nein, nur weil ich ein Beagle bin, würde ich Senu niemals fressen, dafür war Senu ein viel zu cooler Adler.

Ich würde Senu aber gerne als Jagdpartnerin haben. Sie wäre immer noch nützlicher als die beiden Kaninchen, die hier noch so rumhoppeln und glauben, sie könnten bei Frauchen Eindruck schinden, indem sie ihre Ohren niedlich anlegen und lustige Sachen machen!

Der Adler unseres Vertrauens
Der Adler unseres Vertrauens
Flieg Senu, flieg!
Flieg Senu, flieg!

Das Krokodil, der Schakal, die Hyäne, der Büffel und so weiter und sofort

 

Die Idee ist richtig cool, wir wissen nicht, wer unser Feind ist, wir wissen nur, welchen Decknamen sie haben und die Decknamen beruhen alle auf ägyptisch wichtigen Tieren. Leider waren wir stellenweise durchaus enttäuscht, was hinter den Decknamen dann gefunden wurde. Selten war es stellenweise so unspektakulär einen Gegner aus dem Orden zu töten.

Oft sind wir einfach zu besagter Person hingegangen, natürlich nachdem wir ihre Identität aufgedeckt haben, und töteten ihn und liefen wieder weg. Nicht mehr und nicht weniger, absolut unspektakulär und ja stellenweise sogar langweilig. Was hatten wir für Erwartungen bei so manchem Namen, gerade bei solchen Namen wie das Krokodil oder die Hyäne und was kam…nichts so wirklich.

Wir können an einer Hand abzählen, welche Gegner ein wirklich spannendes Umfeld geboten haben und bei denen es extrem herausfordernd war, denjenigen auch wirklich zu töten. Leider waren viele Nebenquests oft schwerer als der Tod eines Mitglieds des Ordens. Das hat uns etwas geärgert, weil wir aus den anderen Teilen bei den Attentaten wirklich mehr gewohnt waren.

Aber nun gut, sei es drum, das ist nur ein kleiner Wermutstropfen für ein sonst herausragendes Spiel und viele Hauptquesten, die nichts mit Attentaten zutun hatten, waren auch absolut hervorragend inszeniert. Außer vielleicht eine Sache, allerdings ist die Sache wohl einfach Typ abhängig.

Frauchen kam damit gar nicht klar, andere haben es schon in Black Flag gefeiert. Diese dummen Seeschlachten, Frauchen hat sie so dermaßen gehasst. Wirklich, sie wollte sie einfach nicht machen und wurde leider doch einmal zu viel dazu gezwungen, es Hauptquest technisch zu machen.

Schade drum, aber ich weiß, dass es viele gibt, die Seeschlachten toll fanden. Ist eben Geschmackssache, bei uns kam es leider so gar nicht an, denn ich hatte auch kein Spaß daran, Frauchen dabei zu beobachten. Doch einmal schon. Bei einer Seeschlacht hat Frauchen es allen Ernstes geschafft, mit einem einzigen HP drei Kriegsschiffe zu zerlegen, ich schwöre, ich bin vom Bett gefallen.

Das muss man erstmal schaffen, besonders so unfähig wie sie bei Seeschlachten schlicht und ergreifend ist. Ich befürchte allerdings, dass sie damit restlos alles an Skill für Seeschlachten aufgebraucht hat und es jetzt nur noch schlimmer werden kann.

Wir bekommen einen Namen und dann mal los
Wir bekommen einen Namen und dann mal los
Leider ist es oft gar nicht mal so spannend
Leider ist es oft gar nicht mal so spannend

Wir haben aufgedeckt, wieso Krokodile und Nilpferde heute vom Aussterben bedroht sind

 

Das erste Mal am Nil, sogar recht weit am Anfang des Spiels. Nichts ahnend ist Frauchen eine Runde geschwommen, wieso ein Boot nehmen, wenn man meint, dass Baykes Muskeln ausreichen, um Kilometerweit zu schwimmen. Das Geräusch erklingt, dass Frauchen von einem Gegner entdeckt wurde, sie gerät in Panik, weil sie niemanden sehen kann. Sie schwimmt um ihr Leben, vor etwas das sie nicht sieht.

Klingt wie in einem schlechten Horrorfilm, oder? So in etwa lief es danach auch das gesamte Game ab. Den Übeltäter konnten wir an Land recht schnell identifizieren, es war ein Krokodil, ja klar, wir sind im Nil, natürlich gibt es da auch Krokodile. Wir haben es mit einem Schulterzucken hingenommen.

Bis wir unser erstes Krokodil töten mussten, weil es einfach der festen Überzeugung war, dass Bayek super schmecken dürfte. Und was wir damit los lösten, wir können es nicht anders erklären als mit tiefgehender Blutrache.

Gefühlt jedes Krokodil in Ägypten hat Bayek stets und sofort gefunden und angegriffen. Frauchen hätte hinterher mit dem ganzen Leder auf dem Schwarzmarkt richtig Kohle machen können. Das Ganze wurde nur von der Stadt Memphis übertrumpft, wo die Krokodilsmafia, die Blutrache gegenüber Bayek geschworen hat, nachdem er einen Bruder von ihnen getötet hat, wohl ihren Hauptsitz hatte.

Ich hab irgendwann gar nicht mehr gezählt, wie viele Krokodile Frauchen in Memphis getötet hat und auch danach nicht mehr weitergezahlt, ich kann jedenfalls bestätigen, dass Bayek dann wohl historisch gesehen daran Schuld sein dürfte, dass die Krokodile vom Aussterben bedroht sind.

Der Witz hinter einer Nebenquest, die Frauchen gemacht hat, blieb mir dann aber doch nicht verborgen. Wir sollten eines von Sobeks Kindern retten und werden als der Auserwählte dafür bezeichnet, Frauchen hat lieber mal nicht erwähnt, dass sie vorher pi mal Daumen an die 200 Krokodile getötet hat und Sobek Bayek eigentlich verabscheuen müsste. Noch abstruser wurde es dann gegen Ende des Spiels.

Fall nicht ins Wasser!
Fall nicht ins Wasser!
Denn die Korkodile sind schon da.
Denn die Korkodile sind schon da.

 

 

 

 

 

 

Bis dahin wurde Frauchen von den meisten Nilpferden grundsätzlich in Frieden gelassen, wir wissen nicht wieso, immerhin sind die dafür bekannt, dass sie höchst aggressiv sind und auf jeden Menschen losgehen, der auch nur wagt, ihren Fluss mit der Zehenspitze zu betreten. Aber nein Beyek blieb verschont, vielleicht weil sogar die Nilpferde Mitleid mit ihm hatten, dass jedes Krokodil Ägyptens hinter ihm her war und er auf der Krokodilsfahndungsliste ganz oben stand.

Doch irgendwann schien Frauchen die Krokodilsmafia so ausgedünnt zu haben, dass das Gleichgewicht am Nil zerstört war. Denn mit einem Mal fingen auch Nilpferde an uns anzugreifen. Vielleicht haben sie ihre große Chance gewittert, wenn sie nun schon dank Frauchen die fast Alleinherrscher am Nil waren, dann mussten sie natürlich denjenigen beseitigen, der schon alle Krokodile beseitigt hatte.

Nun, ich sag es mal so, auch hier lässt sich ganz gut erkennen, wieso die Nilpferde heute vom Aussterben bedroht sind. Wir haben absolut keine Ahnung, wie das Spiel programmiert wurde oder nach welchen Triggerpunkten es ging, aber es war doch unfassbar absurd. So absurd, dass es seinen Platz in mein Review bekommen hat.

Schließlich verfolgt mein Frauchen eine strikte, ich töte nur so viele Tiere, wie das Spiel mir aufzwingt Politik. In diesem Spiel änderte sich das durchaus. Mein Frauchen wurde regelrecht zur Krokodilskillerin und irgendwann war sie vor lauter Aggression gegenüber der Krokodile dabei ganze Legionen von Krokodilen zu töten, das Ganze ist spätestens dann zu einem echten Krokodil vs. Frauchen Krieg geworden, als es für Frauchen ebenfalls persönlich wurde.

Warum? Ein Krokodil hat ihr Pferd getötet, ihr liebstes Pferd – das wundersamer Weise nach seinem Tod einfach wieder aufstehen konnte und sich aus dem Staub gemacht hat – ihr Wegbegleiter neben Senu seit Anfang des Games. Das war zu viel, danach hat sie Blutrache geschworen, ein Kreislauf, der nicht mehr zu stoppen war.

Und dann kamen die Nilpferde, da war die Hemmung dann auch schon ganz beseitigt Tiere zu töten. Da hat Frauchen direkt klar gestellt, was Sache ist und einfach jedes Nilpferd selbst dann getötet, wenn es Frauchen noch gar nicht entdeckt hat.

Ein ähnliches Bild lässt sich auch bei den Hyänen finden, da war ich sehr erstaunt. Die Viecher haben die unangenehme Angewohnheit einen doch über recht lange Strecken zu folgen und Frauchen war davon schier so genervt, dass sie viele Hyänen einfach präventiv tötete. Ja Frauchen, wer ist jetzt hier der wahre Killer? Du oder Bayek?

Oh ein Nilfpferd.
Oh, ein Nilfpferd.
Dann doch mal besser rennen.
Dann doch mal besser rennen.

 

Fazit zu Assassins Creed Origins

 

Viel brauch ich glaub ich nicht mehr schreiben. Storytechnisch war alles super, auch die Atmosphäre hat die meiste Zeit gestimmt. Dass sie gerade leider bei den ganz großen Attentaten dann doch nicht immer gestimmt hat, war schade, aber im Großen und Ganzen kein Beinbruch.

Es gab dafür andere Stellen, die das wieder ausgeglichen haben. Die Steuerung war gewohnt flüssig und angenehm, zumindest hat sich Frauchen nicht einmal beschwert, was für mich immer ein Zeichen ist, dass sie gut mit der Steuerung klar kam.

Die Bugs haben sich dafür, dass wir das Game relativ zeitnahe nach dem Release gekauft haben, doch alles in allem sehr in Grenzen gehalten. Hier mal ein Pferd, das in der Wand steckte, oder dort einmal ein Sturz durch eine Wand, so dass wir in einem Gebäude hingen.

Bei einem Game dieser Größe verkraftbar, aber vor allem auch vertretbar, besonders wenn man es mit den Bugs von seinem Vorgänger, aber vor allem mit Assassins Creed Unity vergleicht, das ja ein schieres Bugfest war und mit dem Ubisoft sich damals selbst sehr tief ins Bein geschossen hat.

Hier hat Ubisoft bewiesen, dass sie gelernt haben, sogar weit mehr als mit dem Nachfolger von Unity, denn auch in Syndicate gab es Bugs, die nicht mehr feierlich waren. Das fanden wir verdammt cool und ist etwas, was bei der Anzahl an Spielen, die es von Assassins Creed mittlerweile gibt, ein Schritt in die richtige Richtung.

Wir reden immerhin darüber, dass Assassins Creed Origins der zehnte Teil der Reihe ist und Ubisoft hat nicht nur von der Story und vom Gameplay erkannt, dass es Zeit für Veränderungen wird, sondern auch erkannt, dass ein fast bugfreies Spiel für weniger Stress im Unternehmen sorgt. Frauchen und ich sind sehr zuversichtlich, wenn Ubisoft sich weiterhin traut, was Neues in Assassins Creed zu probieren – wir sagen nur: Der Animus kann Geschichte verändern – und sich die nötige Zeit nimmt, das Spiel so bugfrei wie möglich auf den Markt zu bringen, dann ist das Franchise sicherlich noch lange nicht zu Ende, schließlich reden wir über Geschichte und es gibt einen Haufen Geschichte, sowohl vor unserer Zeit als auch seit unserer Zeit.

Daher gibt es von mir für Assassins Creed Origins das goldene Pfötchengütesiegel:

goldenes Pfötchengütesiegel

Das Spiel hat rundum so viel richtig gemacht, dass wir über die ganzen kleinen Sachen hinwegsehen können. Und irgendwie gebe ich ja zu, war der Krieg Krokodil vs. Frauchen super lustig mit anzusehen.

Frauchen und ich sind daher gespannt, was Ubisoft sich weiterhin einfallen lässt und ob sie an diesem doch stark angezogen Qualitätsstandard festhalten, dann wird es vielleicht auch weiterhin von mir die goldenen Pfötchen geben.

Ihr wollt euch einen eigenen Eindruck verschaffen bevor ihr es zockt?

Keysjore hat es Let’s Played, schaut einfach mal bei ihm rein:

Ihr wollt doch selbst ran und auch dem Leben als Assassine verschreiben und Bayek dabei helfen seinen Sohn zu rächen?
Auch kein Problem, ihr habt viele Möglichkeiten an das Game zu kommen.

Jeder gut sortierte Elektrohandel wird das Spiel definitiv noch haben, ansonsten einmal in den Online-Shops oder bei Amazon vorbeischauen.

Für PS 4 ist natürlich der Playstation Store die erste Anlaufstelle und für alle PC-Gamer Steam.

Was sagt ihr? Seit ihr der gleichen Meinung wie Frauchen und ich, dass Ubisoft mit Assassins Creed Origins ein verdammt gutes Spiel gelungen ist? Oder seht ihr das anders? Schreibt mir eure Meinungen in die Kommentare, der Beagle liest gerne von euch.

Bis dahin reicht euch die Pfote und liest euch im nächsten Review,

Euer Beagle on Games, der Beagle der sprechen kann.

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